Wasser ist als Lebensgrundlage für Mensch und Natur unersetzbar. Die nutzbaren Süsswasservorkommen der Erde sind jedoch begrenzt, und zahlreiche Gebiete leiden heute unter chronischem Wassermangel. In der Schweiz, insbesondere in den Bergregionen, ist Wasser glücklicherweise noch reichlich vorhanden; allein im Gotthardgebiet entspringen mit Reuss, Rhein, Rhone und Ticino vier für weite Teile Europas bedeutende Flüsse. Obwohl sie nur 0,4% der europäischen Fläche ausmacht, beherbergt die Schweiz 6% der Süsswasserreserven des Kontinentes. Nicht zuletzt deshalb wird sie auch als das Wasserschloss Europas bezeichnet.

Das Wasser aus den Schweizer Bergen ist eine äusserst begehrte Ressource, sei es für die Trinkwasserversorgung, den Tourismus, die Energiewirtschaft, die Landwirtschaft oder den Naturschutz. Es gibt kaum einen Lebens- und Wirtschaftsbereich, der nicht zumindest indirekt vom Wasser abhängig ist. Die nutzbaren Wasservorkommen sind jedoch auch in einem wasserreichen Land wie der Schweiz begrenzt. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels hat der Nutzungsdruck auf die Ressource Wasser in den letzten Jahren nicht zuletzt auch im Berggebiet stark zugenommen. Die verschiedenen Interessengruppen stellen teils konkurrenzierende Ansprüche an die Nutzung des Wassers – Ansprüche, welche das Netzwerk Wasser im Berggebiet im Sinne ganzheitlicher und nachhaltiger Lösungen koordiniert.

 



Ein nachhaltiger Umgang mit den Wasserressourcen im Berggebiet bildet die Voraussetzung, damit die Bergregionen die Wertschöpfung aus ihrer wichtigsten natürlichen Ressource langfristig sicherstellen und stärken können. Gleichzeitig müssen aber auch die Regionen im Unterland sowie die Nachbarländer mit Wasser in ausreichender Quantität und Qualität versorgt werden.