Naturgefahr Wasser

Da der Mensch die Landschaft stark in Anspruch nimmt und in der Vergangenheit in immer entlegenere Regionen vorgedrungen ist, kann die Kraft des Wassers auch zu einer Bedrohung werden und im Falle eines Ereignisses enorme Schäden anrichten. Zahlreiche Bauunternehmen und Ingenieure arbeiten darauf hin, Auswirkungen und Schäden in Folge von Hochwassern und anderen Naturkatastrophen so gering wie möglich zu halten.


Themenübersicht: Naturgefahren, Hochwasserschutz

 

 

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Naturgefahren


Naturgefahren schliessen alle Vorgänge und Einwirkungen der Natur ein, die für den Menschen und für Sachwerte schädlich sein können. In der Schweiz geht die Gefahr vor allem von Hochwassern, Stürmen, Lawinen, Erdrutschen oder Felsstürzen und auch von Erdbeben aus. Auch Trockenheiten und Hitze- oder Kältewellen gehören zu den hierzulande relevanten Naturgefahren. In den vergangenen Jahren konnte eine auffällige Häufung von Extremereignissen beobachtet werden - und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend im Zuge der Klimaänderung fortsetzen wird.

Die Schäden, welche diese Naturkatastrophen verursachen, haben in den beiden letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Wohlstand und Mobilität der Menschen sind gestiegen, die Infrastrukturen sind verletzlich und die Raumnutzung ist nicht überall den Gefahren angepasst. Siedlungen und Infrastruktureinrichtungen werden immer dichter und die Sachwerte, die sich in gefährdeten Zonen befinden immer grösser. Dazu kommt, dass die Extremereignisse selbst auch intensiver werden.

Es gibt keinen absoluten Schutz vor Extremereignissen. Die effizienteste Prävention bei Naturgefahren besteht darin, dass man versucht, den Gefahren auszuweichen und die Raumnutzung entsprechend anzupassen. Wo dies nicht möglich ist, werden Massnahmen baulicher oder organisatorischer Art eingesetzt, um die Gefahr abzuwenden oder die Schäden zu reduzieren.


Einige Zahlen:

  • Zum Schutz vor Naturgefahren werden pro Jahr insgesamt 2.9 Milliarden Franken aufgewendet. Über die Hälfte dieser 2.9 Milliarden Franken stammen von privater Seite (59 %): der Wirtschaft, der betroffenen Bevölkerung sowie von den Betreibern von Infrastrukturen (z.B. öffentlicher Verkehr, Telecom, Energie). Die verbleibenden 1.2 Milliarden Franken übernehmen zu ähnlichen Anteilen Bund (16 %), Kantone (11 %) und die Gemeinden (14 %).
  • 2008 hat der Bund 97 Mio. Schweizer Franken für den Schutz vor Naturgefahren investiert.
  • Der jährliche Schadenserwartenswert liegt bei rund 400 Millionen Franken.

(Quellen: BAFU, Planat)

 

Bundesstellen

Abteilung Gefahrenprävention, BAFU

 

Kantonale Ämter und Fachstellen
Abteilung Wald Kanton Glarus

Abteilung Naturgefahren Kanton Obwalden

Amt für Wald Graubünden
Amt für Forst und Jagd Kanton Uri

Amt für Wald und Energie Nidwalden
Dienststelle für Wald und Landschaft (DWL) Kanton Wallis

Ufficio dei Pericoli naturali, degli incendi e dei progetti Cantone Ticino


Hochschulen und Forschungsinstitute

WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF

WSL-Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft

Verbände und Fachvereine

Fachleute Naturgefahren Schweiz FAN
Nationale Plattform Naturgefahren PLANAT
Natural Hazards Competence Centre CENAT

Internationale Programme und Organisationen

IDRC International Disaster and Risk Conference

Plattform für Naturgefahren im Alpenraum PLANALP


Projekte

Gemeinsame Informationsplattform Naturgefahren GIN


Dienstleistungen und Bildungsangebote

Glacier Hazards and Society: Online Bibliographie und Hintergrundinformationen

 

Weitere Links

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Hochwasserschutz

 

Als Hochwasser wird der Zustand in einem Gewässer bezeichnet, bei dem der Wasserstand oder der Abfluss einen bestimmten (Schwellen-)Wert erreicht oder überschritten hat. Ereignisse wie extreme Niederschläge, die entweder sehr heftig sind oder lange andauern, können ein Hochwasser auslösen. Ebenso kann starke Schneeschmelze zu einem Hochwasser beitragen. Hochwasser bedeutet grosse Wassermassen und oft auch hohe Geschwindigkeiten. Durch seine Wucht kann es Menschen und Material mit sich reissen und Bauwerke zerstören. Ufer- und Tiefenerosion können Fundamente von Bauwerken untergraben. Das mitgeschleppte Geschiebe eines Hochwassers führt oft zu Beschädigungen an Kulturland und Bauten. In der Schweiz wird insbesondere seit Mitte des 19. Jahrhunderts sehr viel für den Hochwasserschutz getan. Heute hat das Sichern des Unterhalts von bestehenden Schutzbauten erste Priorität. Im weiteren soll das Schadenpotential durch raumplanerische Massnahmen vermindert werden, indem gefährdete Gebiete nicht überbaut und Freiräume für Gewässer erhalten oder geschaffen werden. Reichen diese Massnahmen nicht, werden zeitgemässe aktive Massnahmen (z. B. Gerinneausbau, Rückhaltemassnahmen oder Ab- und Umleitung von Hochwasserspitzen) ergriffen, welche das Gefahrenpotential senken.


Einige Zahlen:

  • Die Hochwasserereignisse im Jahr 2000 hinterliessen Schäden von 470 Mio. Fr. im Wallis und 170 Mio. Fr. im Tessin.
  • Das Hochwasser 2005 hat 6 Menschenleben gefordert und Sachschäden von 3 Milliarden Franken verursacht. Für Private und Versicherungen ergaben sich Schäden von insgesamt 2.5 Milliarden Franken.
  • Der Gesamtwert der Bauwerke für den Hochwasserschutz beläuft sich auf 4 bis 5 Mrd. Fr.
  • Ein Drittel der jährlich 2,9 Milliarden Franken, welche der Bund zum Schutz vor Naturgefahren investiert, entfallen auf den Hochwasserschutz.
  • Die geplante dritte Rhonekorrektion im Wallis erstreckt sich über eine Länge von 160 km. Erwartete Kosten: rund 1,1 Mrd. Fr.
(Quellen: BAFU, Planat)



Bundesstellen
Hochwasser und Murgänge, BAFU


Kantonale Ämter und Fachstellen
Amt für Tiefbau Uri

Departement für Verkehr, Bau und Umwelt Kanton Wallis

Hochwasserschutz Obwalden

Tiefbauamt Graubünden
Tiefbauamt Kanton Nidwalden

Ufficio dei Pericoli naturali, degli incendi e dei progetti

Hochschulen und Forschungsinstitute

Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau

EPF Lausanne Laboratoire de construction hydrauliques LCH
ETH Zürich Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie VAW

Hochschule für Technik Rapperswil - Fachstelle für Wasserbau


Verbände und Fachvereine

Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband SWV

Verein für Ingenieurbiologie

Internationale Programme und Organisationen

IKSR Internationale Kommission zum Schutz des Rheins

International Group for Hydraulic Efficiency Measurements IGHEM


Projekte

Aquaprotect

Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse

IFKIS-Hydro

Integrale Gewässerentwicklung Rhone-Thur

Dienstleistungen und Bildungsangebote

Hochwasserinformation - SMS Service

 

Weitere Links

AquaPlus

bpi ingenieure ag
Erosionsprozesse und Uferstabilität an Binnenseen EROSEE

Hydrologische Produkte des Bundesamtes für Umwelt BAFU - bei Hochwasser

 

 

 

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