News-Archiv


19.12.2008
WSL-Publikation: Sozialverträgliche Flussrevitalisierung

Der neue Schweizerische Leitfaden Sozialverträgliche Flussrevitalisierung basiert auf Erkenntnissen einer vierjährigen Forschungsstudie im Rhone-Thur Projekt. Auf welche Weise ist die Bevölkerung von Flussrevitalisierungen betroffen? Welche Ansprüche hat sie? Wie kann sie optimal in die Planung von Projekten miteinbezogen werden? Auf solche und ähnliche Fragestellungen versucht der Leitfaden Antworten zu geben und liefert dabei auch konkrete Arbeitshilfen, die die Planung und Organisation von Mitwirkungsverfahren unterstützen.

Quelle: alpMedia Newsletter 24/08 vom 18. Dezember 2008
18.12.2008
Mehr Bundeshilfe für Obwalden

Der Bund unterstützt den Kanton Obwalden beim Bewältigen der Unwetterschäden von 2005 unter die Arme. Der Nationalrat bewilligte am Mittwoch als Zweitrat eine ausserordentliche Bundeshilfe im Umfang von 14,4 Millionen Franken. Die Sonderhilfe ist Resultat einer Motion der ständerätlichen Umweltkommission, welche den Bundesrat über die bereits gesprochenen Leistungen hinaus in die Pflicht nehmen wollte. Ursprünglich hätten auch Nidwalden und Uri von der Hilfe profitieren sollen. Sie gehen aber leer aus, weil sie finanzkräftiger sind als Obwalden.

Quelle: NZZ Online vom 17. Dezember 2008
18.12.2008
Überflutungskarten liefern Hinweise über mögliche Hochwassergefährdung

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat gemeinsam mit Swiss Re schweizweite Überflutungskarten erstellt. Damit besteht eine weitere Möglichkeit, um Gebiete erkennen zu können, die durch Hochwasser gefährdet sind.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 18. Dezember 2008
18.12.2008
Water Footprint Network Launched

On 16 December 2008, the Water Footprint Network was launched at the Corporate Water Footprint Conference, in London (UK). Scientific Director Arjen Hoekstra presented the partner organisations and companies. This initial group organisations have fully endorsed the mission of the Water Footprint Network. The Water Footprint Network and its partners strive to develop and apply the Water Footprint to support the transition to sustainable and equitable water use and management globally.

Quelle: European Water News vom 17. Dezember 2008
17.12.2008
Solothurner Regierungsrat lehnt höhere Wasserzinsen ab

Der Solothurner Regierungsrat lehnt eine Erhöhung der Wasserzinsen ab. Die Strompreise müssten sonst angehoben werden. Mit dem Wasserzins entschädigt die Stromwirtschaft die Kantone für die Nutzung der Wasserkraft. Mit Blick auf die gegenwärtige wirtschaftliche Situation sei eine Erhöhung nicht angebracht, hält der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom Dienstag an das Bundesamt für Energie (BFE) fest.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 16. Dezember 2008
16.12.2008
Wetterradar für Graubünden

MeteoSchweiz will die Vorhersagen von starken Niederschlägen und Unwettern in Graubünden und damit auch den Bevölkerungsschutz verbessern. Dazu ist der Bau eines neuen Wetterradars in Graubünden geplant. Gleiche Pläne hat MeteoSchweiz für den Kanton Wallis. Die beiden Gebirgskantone werden vom bestehenden Wetterradar-System nur ungenügend erfasst, da beide durch hohe Berge abgeschirmt sind.

Quelle: Die Südostschweiz, Graubünden vom 16. Dezember 2008
15.12.2008
Trauriger Rekord für Luzern

Im Zeitraum zwischen 1999 und 2004 lag der Kanton Luzern bei Jaucheunfällen, die zu einem Fischsterben führten, schweizweit an der Spitze. Und in den letzten vier Jahren dürfte sich an dieser Situation nichts geändert haben. Im Gegenteil: Im Kanton Bern, in dem mehr als doppelt so viele Bauernbetriebe mit Tierhaltung angesiedelt sind, kam es im laufenden Jahr bisher zu 16 registrierten Unfällen. In St. Gallen mit etwa gleich vielen Tiere haltenden Betrieben waren es sogar nur sechs. Im Kanton Luzern registrierte die Umweltschutzpolizei bereits 32 Gewässerverunreinigungen im laufenden Jahr. Davon führten 14 zu einem Fischsterben. Die Unfallhäufigkeit wird einerseits auf Unachtsamkeiten zurückgeführt, andererseits hätten die Betriebe im Vergleich zu anderen Kantonen pro Hof grössere Tierbestände. Dadurch falle auch mehr Gülle an.

Quelle: Zisch Neue Luzerner Zeitung online vom 14. Dezember 2008
15.12.2008
Ruhezonen für die Natur im Kanderdelta

Das Zusammenleben von Mensch und Natur im Kanderdelta wird besser geregelt. Die Natur erhält im rückwärtigen Teil des Deltas Ruhezonen, die Menschen dürfen das Ufer weiterhin zum Baden und Bräteln nutzen. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Schutzvorschriften entsprechend angepasst.

Quelle: Kanton Bern vom 15. Dezember 2008
15.12.2008
Erneute Zulassung der Fischerei auf gewissen Abschnitten für das Jahr 2009

An seiner letzten Sitzung vom 9. Dezember hat der Staatsrat das neue Fischereireglement für das kommende Jahr beschlossen. Er hat entschieden, die Kleine Saane oberhalb der Brücke bei La Souche und die Saane in der Stadt Freiburg 2009 für die Fischerei wieder freizugeben. Aus Gründen der öffentlichen Gesundheit dürfen jedoch nur Forellen, die zwischen 24 und 32 cm lang sind, gefangen werden, da sich in grossen Fischen mehr cPCBs (dioxinähnliche PolyChlorierte Biphenyle) anreichern.

Quelle: Kanton Freiburg vom 10. Dezember 2008
15.12.2008
Bundesrat leitet generelle Reform der MeteoSchweiz in die Wege

Auf Vorschlag des Eidgenössischen Departements des Innern hat der Bundesrat beschlossen, eine generelle Reform der MeteoSchweiz in die Wege zu leiten. Das EDI wurde vom Bundesrat beauftragt, die Organisations- und Aufgabenstruktur zu überarbeiten und sämtliche Prozesse neu zu beurteilen. Die Reformvorschläge und Anträge zum weiteren Vorgehen sollen dem Bundesrat bis Ende 2009 zur Diskussion unterbreitet werden.

Quelle: Eidgenössisches Departement des Inneren EDI vom 12. Dezember 2008
15.12.2008
Verbesserungen im Bereich der Warnung und Alarmierung der Bevölkerung

Der Schutz der Bevölkerung vor drohenden Gefährdungen ist eine Grundaufgabe des Staates. Ein gutes System zur Warnung und Alarmierung der Bevölkerung ist ein wichtiger Baustein des Bevölkerungsschutzes. Mit der laufenden Revision der Alarmierungsverordnung sollen in diesem Bereich wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Der Entwurf liegt den Kantonen und weiteren interessierten Stellen zur Stellungnahme vor.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS vom 8. Dezember 2008
15.12.2008
Der Gletschersee in Grindelwald erhält einen Abflussstollen

Mit dem Bau eines Abflussstollens soll der See auf dem unteren Grindelwaldgletscher einen künstlichen Überlauf erhalten. Die Gesamtkosten betragen rund 15 Mio. Franken. Der Stollen wird seine Schutzwirkung frühestens gegen Ende 2009 entfalten.

Quelle: Kanton Bern vom 5. Dezember 2008
15.12.2008
Neue Publikation: Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2007

Das Jahrbuch gibt umfassend Auskunft über Wasserstände, Abflussmengen, Wassertemperaturen und Messstationen.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 4. Dezember 2008
15.12.2008
Das kostbarste Gut der Menschheit ist in Gefahr

Polschmelze, Überflutungen, Überfischung, Verschmutzung - solche Schlagworte bestimmen die Nachrichten, wenn es um unsere Meere und unser Trinkwasser geht. Die zahlreichen Studien weisen zumeist eine Gemeinsamkeit auf: Der Status quo ist besorgniserregend.

Quelle: Welt Online vom 7. Dezember 2008
15.12.2008
EADS entwickelt Methode zur Keimerkennung im Wasser

Forscher des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS haben ein Verfahren entwickelt, um vor Ort und unabhängig von einem Labor schnell und einfach Krankheitskeime im Wasser zu erkennen. So kann das Risiko von Infektionen und Katastrophen, zu deren Auslösern beispielsweise Legionellen zählen, drastisch reduziert werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine online vom 5. Dezember 2008
15.12.2008
Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich

Im Rahmen des österreichischen Projekts StartClim erschien vor kurzem die Zusammenstellung der Forschungsergebnisse von 2007 "Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich: Fallbeispiele". StartClim ist ein Forschungsprogramm, in dem sich seit 2003 ForscherInnen interdisziplinär mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen - insbesondere auf Österreich - auseinandersetzen. In StartClim2007 wurden Themen aus den Bereichen Gesundheit, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft bearbeitet. Die Auswirkungen des abnehmenden stratosphärischen Ozons auf die Gesundheit der Bevölkerung waren ebenso Untersuchungsgegenstand wie die Veränderungen des Auftretens von Schadinsekten in der biologischen Landwirtschaft. In weiteren Projekten wurde das veränderte Abflussverhalten von vergletscherten Einzugsgebieten im Hinblick auf Auswirkungen auf Speicherkraftwerke untersucht, es wurden Fragen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Sommertourismus behandelt und es wurde für Österreich ein Modell entwickelt, das Abschätzungen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels ermöglichen soll.

Quelle: alpMedia Newsletter 23/08 vom 4. Dezember 2008
04.12.2008
Erhebungen zum Zustand der Aare zwischen Thun und Bern

Mit breit gefächerten Untersuchungen will der Kanton Bern in den nächsten drei Jahren den möglichen Ursachen des Fischrückgangs in der Aare zwischen Thun und Bern auf den Grund gehen. Der Regierungsrat hat dafür einen Kredit von 847'000 Franken genehmigt. Die Fänge der Bachforellen und Äschen in der Aare zwischen Thun und Bern sind zwischen 1990 und 2006 um über 80 Prozent zurückgegangen. Die Nase, die früher massenhaft in der Aare vorkam, ist seit 1990 praktisch ausgestorben. Zudem mehren sich Hinweise auf Erkrankungen der Fische. Die Fische gelten als sensitive und früh reagierende Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt. Deshalb will der Kanton den Ursachen für den Rückgang der Bestände nachgehen. Die Ergebnisse werden Ende 2011 erwartet.

Quelle: Kanton Bern vom 4. Dezember 2008
04.12.2008
Jagd auf Kormorane:Jäger und Fischer vernetzen sich

Fischer und Jäger wollen den Kormoranen im Kanton Bern gemeinsam zu Leibe rücken. Dazu sollen Informationen per SMS und Internet ausgetauscht werden. Die Fischer machen den Vogel für den Rückgang der Fischbestände in Flüssen verantwortlich. Geplant ist, dass Fischer ihre Kormoran-Beobachtungen per SMS an eine Zentrale melden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Zeitschriften «Petri Heil» und «Jagd&Natur» vom Mittwoch heisst. Jäger mit Patent E für Wasservögel können sich ihrerseits mit einem kostenlosen Benutzerkonto auf den Online-Portalen der beiden Zeitschrifen informieren. So sollen sie gezielt die schwer zu jagenden Vögel ins Visier nehmen können. Das Berner Jagdgesetz erlaube die Jagd auf Kormorane bis Ende Januar, heisst es weiter.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 3. Dezember 2008
04.12.2008
Best Practices

Die «German Water Partnership» hat Informationen bezüglich «best practice» in den Bereichen Sichere Versorgung, Effiziente Behandlung, Nachhaltige Nutzung und Capacity Development gesammelt und auf ihrer Webseite zum Download aufgeschaltet.

Quelle: European Water News vom 3. Dezember 2008
03.12.2008
Zürich spart Wasser von 60 000 Badewannen

Das Hallenbad City verbrauchte letztes Jahr 30 Prozent weniger Trinkwasser. Damit sparte Zürich über 12 000 Kubikmeter oder rund 60 000 Badewannen voll Wasser. Dieses verschenkte die Stadt Zürich gestern symbolisch weiter. Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli (FDP) verteilte im Hallenbad City Petflaschen. «Ich finde das eine witzige Idee», sagte Schwimmerin Susha Brunner. Gleichzeitig informierte die Stadträtin, dass Zürich 2007 den CO2-Ausstoss um 3000 Tonnen gesenkt und so Energiekosten von rund drei Millionen Franken gespart habe.

Quelle: www.20min.ch vom 2. Dezember 2008
03.12.2008
Ja zur Revision des bernischen Wassernutzungsgesetzes

Die Berner Kantonsregierung signalisiert ihre Zustimmung zu einer Revision des Wassernutzungsgesetzes. Mit ihr will eine breite Koalition von Grossräten die ins Stocken geratenen Ausbauprojekte der Kraftwerke Oberhasli wieder in Fahrt bringen. Modernisierungs- und Ausbauprojekte von Wasserkraftwerken sollen künftig im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens erledigt werden können, fordern die Parlamentarier aus den Reihen von FDP, SVP, SP, Grüne, EVP und EDU.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 2. Dezember 2008
03.12.2008
Stollenlösung ist teurer als Sarneraa-Projekt

Sechs Wochen nach den ersten Informationen über das Projekt eines 6,8 Kilometer langen Stollens vom Sarnersee bis zum bestehenden Stauwehr Wichelsee hat die IG Hochwasser-schutz am Dienstagabend über die Kosten informiert. «64 Millionen Franken exklusive Mehrwertsteuer», so Thomas Gasser von der Bietergemeinschaft Gasser Felstechnik AG/Implenia AG. Zusammen mit der Mehrwertsteuer und den Kosten für ökologische Ausgleichsmassnahmen an der Sarneraa ergibt die Vollkostenrechnung total 75 Millionen Franken, ergänzte Peter Zwicky, Präsident der IG Hochwasserschutz. Die vom Volk im November 2007 genehmigte Variante Tieferlegung/Verbreiterung Sarneraa soll 47 Millionen kosten. Mit der teureren Stollenlösung könnten aber Grundwasserprobleme sowie Nachteile durch eine lange Bauzeit im Dorf vermieden werden, ist die IG überzeugt.

Quelle: Zisch Neue Obwaldner Zeitung online vom 3. Dezember 2008
03.12.2008
Buochs ist vor Hochwasser geschützt

Vielen ist die Überschwemmungskatastrophe von 1987 in Uri und 2005 in Nidwalden noch gut in Erinnerung. Um den Hochwasserschutz zu verbessern, wurde in zehn Jahren die 15 Kilometer lange Flussstrecke der Engelberger Aa für 26 Millionen Franken saniert und für extreme Abflussmengen ausgebaut. Eine letzte Etappe sieht in den nächsten zwei Jahren den Ausbau im Gebiet Wolfenschiessen vor.

Quelle: Zisch Neue Nidwaldner Zeitung online vom 3. Dezember 2008
02.12.2008
Das Grundwasser macht Probleme

Das Projekt Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa wird planmässig bearbeitet. Daran ändert die Diskussion um den Stollen nichts. eues ist von der Grundwasserproblematik zu vermelden. Die Untersuchungen zum Baugrund und zum Grundwasser haben laut Josef Hess, Projektleiter beim Amt für Wald und Raumentwicklung, gezeigt, dass das für die Tieferlegung notwendige Aufreissen der heute dichten Sohle der Sarneraa auf einer Länge von rund 1 Kilometer in Bezug auf den Stand des Grundwasserspiegels ein Risiko darstellt. Deshalb soll die tiefergelegte Sarneraa abgedichtet werden – beispielsweise mit Lehm. Diese Abdichtungsschicht müsse anschliessend mit einer geeigneten Kiessohle überschüttet werden.

Quelle: Zisch Neue Obwaldner Zeitung online vom 2. Dezember 2008
02.12.2008
Bundesgelder für Hochwasserschutz gefordert

Der Bund soll so viel Geld zur Verfügung stellen, dass der jährliche Bedarf der Kantone für den Hochwasserschutz gedeckt werden kann. Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag eine Standesinitiative einstimmig gutgeheissen.

Quelle: Zisch Neue Luzerner Zeitung online vom 1. Dezember 2008
01.12.2008
Hochwasserschutz Lyss: www.lyssbach.ch ist online

Die Internetplattform www.lyssbach.ch ist aufgeschaltet. Auf der Internetseite sind die wichtigsten Informationen über das Projekt "Hochwasserschutz Lyss, Lyssbachstollen" abrufbar. Den Besucherinnen und Besuchern der Webseite stehen Projektunterlagen, Pläne, Hintergründe über den Hochwasserschutz, Referate, Fachbeiträge und vieles mehr zur Verfügung. Weiter werden in einem regelmässigen Abstand Geschichten rund um das Bauprojekt verfasst. Die neue Plattform will die Bevölkerung aktuell, transparent und spannend über das Projekt informieren. Die komplexen Zusammenhänge des Bauprojektes und der Bauarbeiten sollen einfach und nachvollziehbar erklärt und dargestellt werden.

Quelle: Kanton Bern vom 1. Dezember 2008
01.12.2008
Das neue Fördersystem für grünen Strom stösst an seine Grenzen

In den ersten sechs Monaten nach Anmeldebeginn wurden 5’426 Anlagen für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) angemeldet. Nun liegt die Analyse der bis Ende Oktober 2008 eingegangenen Anmeldungen vor. Sie zeigt, dass das Interesse am neuen Förderinstrument derart gross ist, dass die KEV bereits an ihre Grenzen stösst: Bei der Photovoltaik sind die gesetzlich festgelegten Kostengrenzen erreicht und auch der gesamte Kostendeckel der KEV ist bereits ausgeschöpft. Dank vorsichtiger Überbuchungen der Technologie-Kostendeckel kann zwar eine kurzfristige Entspannung der Situation erreicht werden. Sie sind aber keine definitive Lösung für die absehbare Blockierung des neuen Fördersystems für die grüne Stromproduktion. Das UVEK hat das BFE beauftragt, bis Mitte 2009 Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Quelle: Bundesamt für Energie BFE vom 28. November 2008
01.12.2008
New tool improves integrated river basin management

An innovative computer system provides a 'full picture' of a river basin's health, by taking into account all relevant influences, including rainfall, pollution and soil. The system integrates several existing environmental data programmes in a user-friendly way, and is aimed at helping the sustainable management of entire river catchment areas. The system, called the 'Elbe-DSS' (Elbe decision support system) will help users meet the requirements of the European Water Framework Directive on water quality, especially in cross-border situations. It was designed and implemented by researchers for the river Elbe, one of the largest rivers in central Europe.  It helps to predict the likely outcome of management actions, as well as the range of possible options needed to achieve specific objectives. The system is available free of charge for not-for-profit or research institutions from the German Federal Institute of Hydrology (BfG).

Quelle: EMWIS Flash Nr. 64 vom 27. November 2008
01.12.2008
Wastewater treatment fails to remove all nanoparticles

Nanomaterials are being used increasingly in the manufacturing industry, but questions remain about the best way to efficiently remove these nanoparticles from industrial wastewater processes or sewage treatment plants. Recent research suggests that some nanoparticles escape from treatment plants and are discharged into water. Swiss researchers studied what happened to a common nanomaterial, cerium oxide, when it was added to a laboratory-scale model of a water treatment plant. The model plant contained activated sludge taken from an actual wastewater treatment plant in Zurich. Cerium oxide is used to polish silicon wafers in the computer industry and optical lenses for mobile phones. Further studies are required to understand how different nanoparticles behave in water treatment sludge and how they can effectively be removed from industrial wastewater and sewage treatment plants.

Quelle: EMWIS Flash Nr. 64 vom 27. November 2008
28.11.2008
Hochwassersicherheit: Muota wird verbaut

Während des Hochwassers im August 2005 wurde das rechte Ufer der Muota im Gebiet Tristel zwischen Ried und Muotathal um bis zu 30 Meter weggespült. Mit baulichen Sofortmassnahmen nach dem Ereignis wurde die Muota wieder in ihr bisheriges Bett geleitet. Um die Hochwassersicherheit langfristig zu gewährleisten, sind jedoch weitere Schutzmassnahmen notwendig. Die Wuhrkorporation Muota und Starzlen plant, die Kurvenaussenseite zu sichern. Man will vermeiden, dass es bei einem weiteren Hochwasserereignis flussaufwärts in Richtung Dorf Muotathal zu Rückstauungen kommt, die den Dorfbereich überfluten könnten.

Quelle: Zisch Neue Schwyzer Zeitung online vom 28. November 2008
28.11.2008
L’UNIGE reçoit 11 millions de francs pour étudier l’eau

Genève va piloter Acqwa, un projet de recherche européen qui examine les changements de ressources en eau induits par le réchauffement climatique dans les zones de montagne.

Quelle: Tribune de Genève vom 28. November 2008
28.11.2008
Berner Regierung genehmigt Umweltprogramme

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat drei Programmvereinbarungen mit dem Bund über Massnahmen im Natur- und Landschaftsschutz sowie über Wasserschutzbauten genehmigt. Aufgrund der seit Anfang Jahr gültigen Neuordnung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA) beteiligt sich der Bund mit jeweils auf vier Jahre befristeten Globalbeiträgen an insgesamt zehn mit den Kantonen vereinbarten Umweltprogrammen. Diese umfassen die Bereiche Wald, Wild- und Wasservogelschutzgebiete, Naturschutz, Landschaftsschutz, Wasserbau, Renaturierungen, Lärm- und Schallschutz sowie Schutzbauten. Sieben der zehn Vereinbarungen mit dem Bund hatte der Regierungsrat bereits im vergangenen August genehmigt.

Quelle: Kanton Bern vom 27. November 2008
28.11.2008
Erneuerte Konzession für Kleinkraftwerk im Gebiet Rischhütte Lungern

Der Regierungsrat erteilt eine erneuerte Konzession für 25 Jahre zur Ausnützung der Wasserkraft der Kleinen Melchaa im Gebiet Rischhütte, Gemeinde Lungern.

Quelle: Regierungsmitteilungen Kanton Obwalden vom 27. November 2008
28.11.2008
Nachhaltige Planung für Ferienresorts

Die Raumplanung braucht für den Umgang mit touristischen Grossprojekten keine neuen Instrumente. Hingegen müssen die kantonalen Richtpläne angepasst werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie «Ferienresorts - Nachhaltigkeit und Anforderungen an die Raumplanung», die das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in Auftrag gegeben hat. Die Studie untersucht detailliert Ferienresorts in der Schweiz und im Ausland. Zudem zeigt sie Kriterien für die Nachhaltigkeitsbeurteilung auf.

Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung ARE vom 27. November 2008
28.11.2008
New Poll: Leading Sustainable Water Management

European Waternews likes to know your opinion! The last query on expectations for hotels that apply sustainable water management turned out to be in favour of new technologies in toilets (41%), closely followed by water control systems in the shower (38%). This month's question is: Who do you trust most to lead development and implementation of sustainable water management in Europe?

Quelle: European Water News vom 26. November 2008
26.11.2008
Oberländer Seen werden vorsorglich leicht abgesenkt

Nach den starken Schneefällen der letzten Tage werden der Brienzer- und der Thunersee leicht abgesenkt. Es handelt sich um eine Vorsichtsmassnahme, weil ein möglicher Warmlufteinbruch in Kombination mit Regen bis in höhere Lagen zu einer kritischen Situation führen könnte. Die aktuellen Pegel des Bieler- und Neuenburgersees werden gehalten. Dies macht aber dennoch eine Abflusssteigerung beim Ausfluss des Bielersees notwendig, damit der Mehrzufluss aus dem Oberland kompensiert werden kann.

Quelle: Kanton Bern vom 26. November 2008
26.11.2008
Langzeitüberwachung des Permafrosts im gesamten Alpenraum

Auf Initiative des Geologischen Dienstes des Landes Südtirol haben sich 13 Partner aus den betroffenen Regionen zusammengeschlossen und das Interreg Projekt «PermaNET» eingereicht. Es dient der Errichtung eines Langzeit Monitoring Netzwerkes für die Untersuchung und Überwachung des Permafrosts im gesamten Alpenraum. Das Projekt mit einem Gesamtbudget von 3,3 Millionen Euro wurde von der EU-Kommission genehmigt. Mitbeteiligt sind Partner aus Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österrreich und Slowenien. Ziel des Projekts ist es, eine Karte der Permafrostareale des gesamten Alpenraumes zu erstellen. Ausserdem werden Richtlinien zum Umgang mit Permafrost in Bezug auf die hydrogeologische Gefahrenzonenplanung und den Wasserhaushalt der Gebirgsregionen erarbeitet. Die Öffentlichkeit und insbesondere die Verwaltungen und Politiker sollen für eine nachhaltige und sichere Entwicklung und Nutzung der alpinen Berggebiete
sensibilisiert werden.

Quelle: ProClim-Flash Nr. 43 vom 26. November 2008
25.11.2008
Schutzmassnahmen «dank» Hochwasser

Das Hochwasser von 1999 hat in der Stadt Bern die Notwendigkeit von Schutzmassnahmen deutlich gemacht. Dasjenige von 2005 sorgte für eine wesentlich schnellere Umsetzung. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag vorgestellte Studie.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 24. November 2008
25.11.2008
Flugplatz und ARA vor Hochwasser schützen

Die Gemeindeversammlung Alpnach hat am nächsten Donnerstag über einen Beitrag an das Hochwasserschutzprojekt Sarneraa zu entscheiden. Das Hochwasserschutzprojekt umfasst den rund 2,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Einmündung der Grossen Schliere in die Sarneraa bis zum Alpnachersee. Vorgesehen ist der Ausbau des Sarneraa-Gerinnes «nur» für den Schutz vor einem 30-jährlichen Ereignis. Nicht möglich ist aus Platzgründen der Ausbau des Gerinnes für ein 100-jährliches Ereignis. Die Realisierung des Projektes ist in zwei Etappen bis 2019 geplant.

Quelle: Zisch Neue Obwaldner Zeitung online vom 25. November 2008
25.11.2008
Internationaler Preis für Hochwasserschutz

Das Hoch­wasser­schutzprojekt an der Engelberger Aa im Kanton Nidwalden ist mit dem internationalen Rheinpreis ausgezeichnet worden. Das Projekt wurde damit als Pionierwerk für den integralen Hochwasserschutz gewürdigt.

Quelle: Zisch Neue Nidwaldner Zeitung online vom 21. November 2008
25.11.2008
Der Zugersee soll deutlich sauberer werden

Der Kanton will die Reinigung des Gewässers vorantreiben. Und setzt dabei auf die Hilfe der Bauern. «Der Patient ist noch immer krank», so lautet die nüchterne Bilanz von Rainer Kistler, dem Leiter des kantonalen Umweltamts, zur Sauberkeit des Zugersees. Zwar hat das heimische Gewässer in den vergangenen 30 Jahren grosse Fortschritte bei der Verringerung des Phosphorgehalts gemacht – 15 Tonnen pro Jahr wurden abgebaut. Doch der Kanton will die Phosphorkonzentration im Zugersee in den nächsten Jahren weiter drosseln – der angestrebte Idealwert liegt bei 40 Milligramm pro Liter Wasser. Deshalb beabsichtigt der Kanton Zug zusammen mit dem Bundeslandwirtschaftamt und dem Bundesamt für Umweltschutz, endlich die Phosphormengen im Boden  weiter zu reduzieren.

Quelle: Zisch Neue Zuger Zeitung online vom 24. November 2008
24.11.2008
Legt der Klimawandel die Alpen trocken?

Der Alpenbogen wird seiner Rolle als Wasserschloss für Mitteleuropa auch in Zukunft gerecht. Jedoch nicht ohne Einschränkungen, wie eine aktuelle Untersuchung einer 20-köpfigen Expertengruppe im Auftrag der Europäischen Umweltagentur EEA prognostiziert. Gemäss dieser Studie zur Wassersituation in den Alpen werden sich die bereits heute auftretenden saisonalen Engpässe verschärfen. Die kompletten Empfehlungen der Expertengruppe veröffentlicht die EEA in einem ca. 80-seitigen Bericht Anfang 2009.
Zur "Nachhaltigen Wassernutzung" startet diesen Herbst zudem in der Schweiz ein mit 12 Mio. CHF dotiertes Nationales Forschungsprogramm, das NFP 61. In dessen Rahmen sollen wissenschaftliche Grundlagen und Methoden für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen in der Schweiz erarbeitet werden. Bis am 20. Januar 2009 können Projektskizzen beim Schweizerischen Nationalfond eingereicht werden.

Quelle: alpMedia Newsletter 22/08 vom 20. November 2008
24.11.2008
Projekte zur länderübergreifenden Vernetzung im Bereich Naturgefahren

Ein neu gestartetes EU-Projekt namens "AdaptAlp" setzt sich mit Anpassungungsmassnahmen an den Klimawandel und der Bewertung von Naturgefahren auseinander. Die Arbeit an Strategien und Lösungsansätzen zur Bewältigung der Klimafolgen sollen die Basis für eine intensivere internationale Kooperation im Naturgefahren-Management bilden. AdaptAlp ist auf drei Jahre angesetzt, beteiligt sind Partner aus der Schweiz, Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich und Slowenien.
Ebenfalls eine bessere länderübergreifende Vernetzung - im Bereich Sicherheit und Katastrophenschutz - bietet eine neue Internet-Plattform, die kürzlich beim Treffen der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) zum Projektabschluss des gemeinsamen Geodatenverbundes präsentiert wurde. Mit Hilfe des Geographischen Informationssystems GIS können in Notfällen wichtige Informationen schnell abgerufen bzw. flächendeckend weitergegeben und umständliche Behördenwege vermieden werden. Im Frühjahr 2009 wird die neue Internet-Plattform anhand eines grenzüberschreitenden Katastrophenszenarios in der Praxis getestet.

Quelle: alpMedia Newsletter 22/08 vom 20. November 2008
24.11.2008
Mehr Leben für den Alpenrhein

Der diesjährige Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz ist ausnahmsweise einem einzigen Thema gewidmet, nämlich der Wiederbelebung des Alpenrheins und seiner Zubringer. Die Binding-Stiftung will damit die Bedeutung des Jahrhundertwerks Revitalisierung unterstreichen und die bisherigen Bemühungen der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) unterstützen. Die IRKA ist ein politisches Gremium, in deren Rahmen die Anrainerstaaten zum Wohle des Alpenrheins zusammenarbeiten. Preisträger des mit 50.000 Franken dotierten Grossen Binding-Preises 2008 ist der Schweizer Ingenieur Franco Schlegel. Schlegel hat bereits vor 25 Jahren in einer Nachdiplomarbeit in Raumplanung an der ETH Zürich die Idee einer Wiederbelebung des Alpenrheins unterbreitet. Er fand mit der hartnäckigen Promotion seiner Idee auch gegen Widerstände Unterstützung bei einigen Institutionen, was letztlich indirekt auch zur Gründung der IRKA und zur Erarbeitung ihres Entwicklungskonzepts Alpenrhein im Jahr 2005 führte. Zusätzlich hat die Stiftung kleinere Binding-Preise vergeben. Ausgezeichnet wurden der bayerische Ingenieur Walter Binder für sein Engagement für erste grössere Flusswiederbelebungen sowie der Vorarlberger Alwin Schönenberger als Moorschutzpionier. Zudem erhielten vier Good-Practice-Beispiele Auszeichnungen, darunter die erste am Alpenrhein getätigte Flussaufweitung bei Felsberg/CH sowie die Renaturierung des Liechtensteiner Binnenkanals. Die Binding-Preise wurden am 14. November in Vaduz/FL zum 23. Mal verliehen. Mit den Preisen werden herausragende Leistungen im Bereich der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie im Natur-, Landschafts- und Umweltschutz ausgezeichnet.

Quelle: alpMedia Newsletter 22/08 vom 20. November 2008
20.11.2008
Neue Übersichtsstudie: Wasserknappheit und Technologie

Die Verbindung der zwei Elemente Wasserstoff und Sauerstoff, Wasser, ist selbstverständlich im Alltag integriert: Nie wurde mehr verbraucht als heute. Gleichzeitig steht immer weniger sauberes Wasser zur Verfügung. Die Ressource ist so bedroht wie kaum eine andere. Welche Strategien und Technologien verfügbar und welche Aufgaben zu bewältigen sind, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, zeigt eine neue Studie von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft idw vom 20. November 2008
20.11.2008
Fischerei im Kanton Schwyz soll attraktiver werden

Die Kantonale Fischerei­verordnung wird einer Totalrevision unterzogen. Ziel der Verordnung ist es, eine attraktive Fischerei zu ermöglichen und gleichzeitig Artenvielfalt und Bestand einheimischer Fische und Krebse zu erhalten.

Quelle: Zisch Neue Schwyzer Zeitung online vom 20. November 2008
19.11.2008
6,5 Millionen für Hochwasserschutz Thun-Bern gutgeheissen

Der bernische Grosse Rat hat am Dienstag Kredite im Umfang von 6,5 Millionen Franken für den Hochwasserschutz entlang der Aare zwischen Thun und Bern gutgeheissen. Umstritten war insbesondere der Landerwerb.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 18. November 2008
19.11.2008
Kandersteg: Neue Wasserpreise: Fehlt die rechtliche Grundlage?

Viele Strom- und Wasserbezüger in Kandersteg sind aufgebracht: Die Licht- und Wasserwerk AG Kandersteg (LWK) will die Strom- und Wasserpreise per vergangenem 1.Oktober massiv erhöhen. Aber ist die den Konsumenten mit Brief vom 23. September angekündigte Wasser-Gebührenerhöhung rechtlich überhaupt durchsetzbar? Der Frutiger Regierungsstatthalter Christian Rubin zieht das zumindest in Zweifel: «Ich musste auf verschiedene mündliche Bürger-Anfragen hin erklären, dass ich über kein Wasserversorgungs-Reglement der Gemeinde Kandersteg verfüge. Auf einem solchen müsste jedoch die Tariferhöhung abgestützt sein.»

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 18. November 2008
19.11.2008
Zürcher Grundwasser ist wieder stärker mit Nitraten belastet

Nachdem Anfang der Neunzigerjahre die Nitratwerte im Grundwasser kontinuierlich gesunken sind, steigen sie seit 2004 wieder an. Das sagen kantonale Gewässerschutz-Fachleute nach der Untersuchung von rund 100 Trinkwasserfassungen im Kanton Zürich. Die Resultate sind im neuen Umweltbericht publiziert. Die Zunahme hat zwei Ursachen: Wegen des trockenen Sommers 2003 bildeten sich im Boden grosse Nitratdepots, welche in der Folge vom Regen ausgewaschen wurden und ins Grundwasser gelangten. Einschneidender als dieses singuläre Ereignis ist jedoch ein politischer Entscheid: 2004 hat der Bund die Vorschriften für den ökologischen Leistungsnachweis in der Landwirtschaft (ÖLN) gelockert. Bis 2003 durften die Landwirte ihre Felder erst ab Mitte Februar umpflügen. Seit 2004 ist dies bereits ab Mitte November erlaubt. Die Folge: Aus den meist noch warmen Böden wird im Spätherbst viel Stickstoff freigesetzt, weshalb vermehrt Nitrat ins Grundwasser gelangt.

Quelle: Tages-Anzeiger Online vom 18. November 2008
18.11.2008
Bundesgelder für Hochwasserschutz gefordert

Der Bund soll so viel Geld zur Verfügung stellen, dass der jährliche Bedarf der Kantone für den Hochwasserschutz gedeckt werden kann. Die Luzerner Regierung hat dem Kantonsrat am Montag eine entsprechende Standesinitiative unterbreitet. Bereits im Juli verlieh der Kanton Bern dieser Forderung mit einer Standesinitiative Nachdruck.

Quelle: Zisch Neue Luzerner Zeitung online vom 18. November 2008
18.11.2008
Herbstsitzung der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein

Die Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) traf sich am Montag, 17. November 2008, in Vaduz zu ihrer Herbstsitzung. Gemeinsam mit der Internationalen Rheinregulierung (IRR) liess sich die IRKA unter dem Vorsitz Liechtensteins über den Stand der Arbeiten informieren und fasste die für den Fortgang notwendigen Beschlüsse. Erfreut konnten die Vertreter zur Kenntnis nehmen, dass seit der letzten Sitzung im Juni 2008 in den verschiedenen Projekten grosse Fortschritte gemacht wurden. So fand zur Vertiefung der Sachfragen in der Schwall- / Sunk-Problematik ein zusätzlicher Dialog unter Beteiligung der Energiewirtschaft statt. Ziel dieses Projektes ist es, unter Einbezug der betroffenen Akteure eine gemeinsam getragene Konkretisierung möglicher Massnahmen zur Minderung der ökologischen Folgen von Schwall und Sunk am Alpenrhein zu erarbeiten. Auf der Basis dieser Tagungsergebnisse konnte die IRKA an der heutigen Sitzung zwei Teilprojekte genehmigen, die einen weiteren Schritt zur Lösungsfindung in dieser vielschichtigen Problematik bedeuten. Auch in der Frage der Erhöhung der Hochwassersicherheit konnten neue Erkenntnisse vorgestellt werden. So wurde der Lösungsansatz von Notentlastungsräumen für den "Überlastfall" in Zusammenarbeit mit den für die Raumentwicklung zuständigen Stellen weiter vertieft. Gleichzeitig wurde das von der IRR lancierte Projekt zum nachhaltigen Hochwasserschutz innerhalb der Dämme im Bereich der Illmündung bis zur Rheinvorstreckung weitergeführt und liegt im Zeitplan. Die IRKA zeigte sich, im Wissen um die hohe Komplexität dieser Probleme, erfreut über die erzielten Fortschritte.

Quelle: Landesverwaltung Fürstentum Liechtenstein vom 17. November 2008
17.11.2008
Versicherer unterstützt Hochwasserschutz

In Sachseln wird ein Präventionsprojekt umgesetzt, um das Gebiet vor künftigen Hochwassern zu schützen. Die Mobiliar unterstützt das Vorhaben mit beinahe einer halben Million Franken. Die Projektkosten betragen 3,8 Millionen Franken – davon muss die Gemeinde Sachseln 950'000 Franken selbst übernehmen; die Mobiliar steuert 475'000 Franken an diese Kosten bei. Die Verbesserung des Hochwasserschutzes erfolgt durch die Zusammenführung der Gerinne Sigetsschwandgraben und Leimerengraben zu einem neuen, offenen Gerinne. Ausserdem werden zwei Geschiebesammler für den Rückhalt von Geschiebe und Holz gebaut. Die Bauarbeiten sollten bereits im Sommer 2009 abgeschlossen werden.

Quelle: Zisch Neue Obwaldner Zeitung online vom 17. November 2008
17.11.2008
Melchaa: Zwei Gemeinden als Partner

Der neue Lauf der Kleinen Melchaa wird über Giswiler und Sachsler Boden führen. Ein Vertragswerk sorgt für klare Verhältnisse. «Die Verhandlungen zwischen Giswil und Sachseln sind hart, aber fair geführt worden», sagt Beat Spichtig, Projektmanager der Bauherrschaft. Grund für die langwierigen Verhandlungen ist die Umleitung der Kleinen Melchaa. Das 14,75 Millionen teure Vorhaben ist nötig, weil die Kleine Melchaa bei Hochwasser in gewissen Giswiler Gebieten immer wieder grosse Schäden anrichtet. Neu soll der Bach direkt in den Sarnersee geleitet werden. Weil sich der neue Bachlauf über Giswiler und Sachsler Boden erstreckt, war ein aufwändiges Vertragswerk nötig. Darin musste geregelt werden, welche Gemeinde für welche Arbeiten und Kosten aufkommt.

Quelle: Zisch Neue Obwaldner Zeitung online vom 17. November 2008
17.11.2008
Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in Gebirgslandschaften

Grundlegend neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Klimaänderungen, agrar- und forstwirtschaftlichen Produktionsformen und der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser versprechen zukünftige Forschungsarbeiten eines neuen Internationales Graduiertenkollegs zur Ökosystemforschung mit der Universität Bayreuth als Sprecherhochschule. Zusammen mit zwei Partnern in Südkorea wird das neue Graduiertenkolleg in den nächsten viereinhalb Jahren mit insgesamt 3,3 Mio. € von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Dazu werden in Bayreuth 15 Stipendien ausgeschrieben.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft idw vom 17. November 2008
14.11.2008
«Wasserwelten»: Alternative bei Regenwetter

Bisher war die Wasserschule in Göschenen vor allem bei günstiger Witterung sehr beliebt. Dies könnte sich aber bald ändern. Die Schüler der 6. Primarklasse von Lehrer Thomas Bellmont aus Seedorf hatten am Donnerstag die Ehre, als Erste die Angebote des im Schulhaus Göschenen neu eingerichteten Lernladens ausgiebig zu testen. Und sie waren sichtlich Feuer und Flamme für Möglichkeiten, die damit eröffnet werden. Durch den Lernladen wird Wissen auf spielerische Art vermittelt. In den angebotenen Werkstattarbeiten zu den Kapiteln Naturgefahren, Geologie und Landschaftswandel können sich insgesamt neun Gruppen mit je einem anderen Thema beschäftigen. Anhand von exemplarischen Aufträgen lernen die Nutzer verschiedene Inhalte und Arbeitsmethoden kennen.

Quelle: Zisch Neue Urner Zeitung online vom 14. November 2008
14.11.2008
Gefahrenkarten kosten den Kanton 1,23 Millionen

Die Gemeinden im Seeland und im Berner Jura erhalten Gefahrenkarten. Der Berner Regierungsrat bewilligt dafür 1,23 Millionen Franken. Die Gefahrenkarten seien eine wichtige Grundlage für die Erkennung von Naturgefahren, schreibt der Regierungsrat. Die Gemeinden sind durch das Wasserbau- und Waldgesetz verpflichtet, solche Karten zu erstellen.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 13. November 2008
13.11.2008
Projekt Hochwasserschutz; Der Urner Talboden wird massiv besser geschützt

Der Landrat hat am Mittwoch, 12. November 2008, das Hochwasserschutzprogramm Uri zu Handen der Volksabstimmung verabschiedet. Das Urner Volk stimmt am 8. Februar 2009 über einen Rahmenkredit von 54,1 Mio. Franken ab. Mit dem Hochwasserschutzprojekt Urner Talboden hat der Regierungsrat erste konkrete Elemente aus dem Hochwasserschutzprogramm vorgestellt. Das Projekt HWS Urner Talboden ist das Kernelement des Hochwasserschutzprogramms Uri. Es umfasst 21 Massnahmen, die wesentlich dazu beitragen sollen, dass der Urner Tal-boden gegen ein 100-jährliches Hochwasser sehr gut geschützt wird. Für die sensiblen Industriegebiete im Rossgiessen Schattdorf und für Teile des Eyschachens in Altdorf wird der Schutz gar auf ein 300-jährliches Hochwasser erhöht. Das HWS Urner Talboden umfasst samt Massnahmen an Kantons- und Nationalstrasse knapp Fr. 85 Mio. Somit löst das HWS Urner Talboden mehr als die Hälfte der Massnahmen aus dem Hochwasserschutzprogramm Uri aus, das zwischen 2009 und 2019 Kosten von Fr. 160 Mio. vorsieht.

Quelle: Baudirektion Kanton Uri vom 13. November 2008
13.11.2008
Sanierung des Hagneckkanals: Kanton Bern treibt das Projekt mit Hochdruck voran

Die 130 Jahre alten Dämme des Hagneckkanals sind altersschwach und müssen dringend saniert werden. Der Kanton hat die Projektierungsarbeiten in diesem Frühjahr an die Hand genommen. "Die umfassende Sanierung des Hagneckkanals hat im bernischen Hochwasserschutz hohe Priorität", betonte Regierungspräsidentin Egger-Jenzer. Mit der Sanierung will der Kanton erreichen, dass die Dämme weiteren Hochwassern standhalten und auch bei Extremereignissen nicht brechen. Dazu werden sie erhöht, verstärkt und verbreitert. Am Dammfuss werden auf beiden Seiten Wege gebaut, die im Krisenfall auch von Lastwagen befahren werden können. Beim Einschnitt des Kanals in den Seerücken muss die rechte Flanke stabilisiert werden. Ein erneuter Erdrutsch könnte hier die Abflusskapazität des Kanals beeinträchtigen. Gleichzeitig mit der Sanierung wird das Gebiet ökologisch aufgewertet. Im Frühjahr 2009 geht das Bauprojekt in die Mitwirkung. Der Baubeginn ist für Ende 2010 vorgesehen. Der Kanton schätzt die Sanierungskosten auf insgesamt rund 26 Millionen Franken, wobei im jetzigen Stadium noch grosse Unsicherheiten bestehen.

Quelle: Kanton Bern vom 12. November 2008
13.11.2008
Das deutsche Wasser ist am teuersten

Das Trinkwasser in Deutschland ist bekanntlich sauber und bekömmlich. Nur wenn es ans Bezahlen geht, ist das Wasser in Deutschland so teuer wie in keinem anderen Land. Der Grund: Die Einnahmen aus dem Wasser werden oft für Projekte ausgegeben, die sonst mit Steuergeldern finanziert würden. Wie eine Studie der internationalen Beratungsgesellschaft NUS Consulting jetzt feststellt, ist das deutsche Wasser etwa fünfmal so teuer wie in Amerika. In Deutschland setzt der Staat den Wasserpreis fest, es gibt daher keinen freien Wettbewerb. So zahlt ein gewerblicher Kunde mit einer jährlichen Abnahme von 10.000 Kubikmetern Wasser derzeit 1,91 Euro pro Kubikmeter. Die Belgier zahlen 1,85 Euro, die Franzosen 1,27 Euro und die US- Amerikaner sogar nur 47 Cent für den Kubikmeter.

Quelle: www.60pro.de vom 12. November 2008
13.11.2008
Kraftwerk Taschinas: Bauarbeiten haben begonnen

In diesen Tagen haben die Bauarbeiten für das neue Wasserkraftwerk Taschinas im Prättigau begonnen. Rätia Energie investiert dort rund 58 Millionen Franken. Die Arbeiten werden im Winter 2010/2011 abgeschlossen sein.

Quelle: Rätia Energie Schweiz vom 13. November 2008
13.11.2008
Bundesrat unterstützt die Aufstockung der Mittel für die Naturgefahrenprävention

Der Bundesrat unterstützt in seiner heutigen Stellungnahme zu einem Schreiben der Finanzkommission des Ständerates die vorgeschlagene Erhöhung der Naturgefahrenkredite. Er vertritt zudem die Auffassung, dass die Aufstockung der Bundesmittel auch aus konjunkturpolitischer Sicht sinnvoll ist. Er hat daher beschlossen dem Parlament im Rahmen einer Nachmeldung zum Voranschlag 2009 einen Antrag zu einer Mittelaufstockung von 66 Mio. Franken zu stellen. Er ist zudem der Meinung, dass die Rahmenkredite 2008-2011 für die Naturgefahren entsprechend angehoben werden sollten, damit die Kantone eine Planungssicherheit für die Folgejahre erhalten. Das Parlament berät über den Voranschlag 2009 in der Wintersession.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 12. November 2008
12.11.2008
1,1 Millionen Franken für weitere Etappen

Im Urnersee wäre es möglich, im Rahmen des Seeschüttungsprojektes weitere Etappen zu verwirklichen. «Verwendet werden könnte dazu Ausbruchmaterial von künftigen Tunnelprojekten am Axen wie beispielsweise bei der Umfahrung Sisikon», sagt Projektleiter Edi Schilter. Bis 2010 soll ein bewilligungsfähiges Vorprojekt für die weiteren Etappen des Projekts Seeschüttung Urnersee mit Umweltverträglichkeitsbericht erarbeitet werden. Dem Landrat wird dazu am Mittwoch ein Verpflichtungskredit von 1,1 Millionen Franken unterbreitet.

Quelle: Zisch Neue Urner Zeitung online vom 12. November 2008
11.11.2008
Klimawandel: OECD-Studie: 2030 wird das Wasser knapp

Umweltexperten warnen vor einem weltweiten Anstieg der Temperaturen um 1,7 bis 2,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2030. Folgen einer solchen Erderwärmung wären Hitzewellen, Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen. Weitere Folgen des Klimawandels seien unter anderem ein drastischer Schwund der Artenvielfalt sowie eine dramatische Wasserknappheit bei rund einem Drittel der Weltbevölkerung im Jahr 2030, wenn nicht sofort gehandelt würde, warnen die Experten in der Studie "Umweltausblick 2030" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

Quelle: ZEIT online vom 10. November 2008
10.11.2008
Beitrag der Landwirtschaft zur Erreichung der Schweizer Umweltziele

Damit die Schweiz ihre Umwelt und natürlichen Lebensgrundlagen erhalten kann, müssen alle Wirtschaftssektoren mit Auswirkungen auf die Umwelt zum Gelingen beitragen. Die Bundesämter für Umwelt BAFU und Landwirtschaft BLW publizieren einen Bericht, der die Umweltziele der Landwirtschaft festhält.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 11. November 2008
10.11.2008
Mit besserem Wassermanagement Konflikte vermeiden - Das Schweizer Engagement in Zentralasien

Wie können die Wasserressourcen besser für die Entwicklung Zentralasiens genutzt werden? Gibt es Möglichkeiten, in Zukunft die Wasser- und Energieknappheit zu vermindern und entsprechende Konflikte zu lösen? Was tragen dazu DEZA und SECO in den Bereichen Trinkwasser, Engergie, Bewässerung und Wassermanagement bei? An der Jahreskonferenz der Schweizer Ostzusammenarbeit, die am 7. November 2008 in Solothurn stattfand, wurden diese Fragen von zentralasiatischen und internationalen Expertinnen und Experten sowie den Bundesrätinnen Doris Leuthard und Micheline Calmy-Rey diskutiert.

Quelle: www.news.admin.ch vom 7. November 2008
07.11.2008
Skigebiete investieren im grossen Stil

Schneekanonen und -lanzen boomen: In Österreich investierten die Skigebiete erstmals etwa gleich viel in künstliche Beschneiung wie in die Erneuerung der Seilbahninfrastruktur - rund 200 Millionen Euro. Mittlerweile sind hier knapp zwei Drittel der Pistenfläche beschneibar. Auch in Deutschland und der Schweiz wird kräftig investiert; vielfach wird versucht, die durch den Klimawandel zu grünen Wiesen verkommenen Talabfahrten befahrbar zu halten. Schweizer Skigebiete investierten für diesen Winter rund 50 Millionen Euro in neue Schneeanlagen. Auch das französische Skigebiet Montgenèvre modernisierte seine Anlagen und eröffnete zudem einen neuen Sektor. Kostenpunkt: 21 Millionen Euro.

Quelle: alpMedia Newsletter 21/08 vom 6. November 2008
07.11.2008
Neue Station für Grundwassermessungen in der Reinacherheide

Um das Zusammenspiel von Fluss- und Grundwasser besser zu erforschen, hat die Universität Basel diesen Monat in der Reinacherheide eine Messstation in Betrieb genommen. Dank dem Forschungsprojekt soll die Förderung von Trinkwasser besser gesteuert und die Wasserqualität online überwacht werden - besonders wenn Hochwasser in der Birs das Grundwasser zu verunreinigen droht.

Quelle: CH-Forschung vom 30. Oktober 2008
07.11.2008
Wasserwannen für den Hochwasserfall

Der Schulrat Stans hat für rund 150'000 Franken Wannen angeschafft. Wird wegen Hochwassers ein kritischer Grundwasserstand überschritten, sollen sie auf dem Hallenboden verteilt und mit Wasser gefüllt werden. Dadurch erzeugen sie einen Druck, der jenem des Grundwassers auf den Hallenboden entgegenwirkt. Der Architekt der Mehrzweckhalle rechnet im Notfall mit einem Einsatz der Wannen von wenigen Tagen.

Quelle: Zisch Neue Nidwaldner Zeitung vom 7. November 2008
06.11.2008
Baudirektion Uri: Spatenstich zum Ausbau der Reuss in Amsteg

Das Hochwasser 1987 hat im Urner Reusstal grosse Schäden verursacht. Auch in Amsteg wurden Teile der Siedlung überflutet. Das Bauprojekt basiert auf dem Generellen Projekt vom Oktober 1991 und ist Bestandteil des Hochwasserschutzprogrammes 1993.
Das Hochwasserereignis vom 22./23. August 2005 führte in Amsteg ebenfalls zu erheblichen Schäden an Gebäuden, Infrastrukturanlagen und Hochwasser-Schutzbauten. Das rechte Reussufer von der Brücke N2-Auffahrt bis zum Chärstelenbach und die Ufer des Chärstelenbaches von der Reuss bis zum SBB-Viadukt wurden beschädigt. Nachdem das Bauprojekt als Folge des Hochwassers 1987 zu diesem Zeitpunkt im Entwurf vorlag, aber dessen Genehmigungsverfahren erst später abgeschlossen werden konnte, wurden die betroffenen Uferbereiche als Teil des künftigen Bauprojektes vorgezogen und definitiv 2006/2007 ausgebaut.
Ein weiterer wichtiger Schritt für die Verbesserung der Hochwassersicherheit im Kanton Uri ist nun vollzogen. Am 5. November 2008 erfolgte der Spatenstich zum Ausbau der Reuss in Amsteg. Die Gesamtkosten betragen 9.9 Millionen Franken. Die Bauzeit dauert rund zwei Jahre.

Quelle: Baudirektion Uri vom 5. November 2008
06.11.2008
Gletschersee Grindelwald: Kredite für Schutzmassnahmen

Für die Planung und Umsetzung von Schutzmassnahmen gegen den Ausbruch des Gletschersees am unteren Grindelwaldgletscher beantragt der Berner Regierungsrat dem Grossen Rat für die Periode von 2009 bis 2011 Kredite von insgesamt 14,25 Millionen Franken. Die Gesamtkosten werden auf bis zu 35 Millionen Franken geschätzt. Mit den Schutzmassnahmen sollen wiederkehrende und schwere Überschwemmungen von Grindelwald-Grund bis in den Raum Bödeli verhindert werden.

Quelle: Kanton Bern vom 6. November 2008
06.11.2008
Europe will Lead Water Economics

Water use in Europe can be decreased by 40%, using relatively simple techniques. The current aim is to decrease water use by 20%. This means that Europe can aim higher. This is a statement of Peter Gammeltoft, one of the main speakers on the European Policy summit on water: 'Saving Europe's Water', held in the bibliotheque Solvay in Brussels (Belgium).

Quelle: European Water News vom 5. November 2008
05.11.2008
In Etappen zu neuen Abwasser-Tarifen

Die Abwasser Uri hat an der ausserordentlichen GV in Sisikon den Delegierten der Gemeinden ihr Vorgehen zur neuen Tarifordnung für die Abwassergebühren aufgezeigt. Die Ausarbeitung soll etappenweise erfolgen. Nach dem wuchtigen Nein an der Urne ist noch unklar, wann genau und wie die Tarifordnung erstellt wird. Die Abwasser Uri muss auf dem Weg dazu verschiedene Abklärungen treffen. Klar ist: Für die Rechnungsstellung 2008 gelten die alten Gebührenreglemente der Gemeinden.

Quelle: Zisch Neue Urner Zeitung vom 5. November 2008
31.10.2008
Ökotoxzentrum hat Betrieb aufgenommen

Mit einer Fachveranstaltung zum Thema Nanopartikel in der Umwelt ist in Dübendorf das schweizerische Zentrum für angewandte Oekotoxikologie eingeweiht worden. Die vom Wasserforschungsinstitut Eawag und der ETH-Lausanne getragene Institution stärkt im Auftrag des Bundes die unabhängige Forschung, Beratung und Weiterbildung im Bereich Oekotoxikologie. Erste Projekte sind bereits angelaufen. Die Veranstaltung hat zudem gezeigt, wie das Zentrum als Drehscheibe zur Vernetzung von Experten aus Wissenschaft und Praxis dienen kann.

Quelle: Eawag: Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs vom 30. Oktober 2008
31.10.2008
Düstere Klimaprognosen für die Schweiz

Bundesrat Moritz Leuenberger rechnet mit einer Häufung von Dürren, Überschwemmungen, Erdrutschen und Steinschlägen. Das steht in der Vernehmlassungsbotschaft zur Revision des CO2-Gesetzes. Der Klimawandel finde bereits statt und könne bis zu einem gewissen Ausmass nicht mehr verhindert werden, heisst es sogar darin. Die Schweiz müsse mit Ereignissen rechnen, welche bisher bekannte Dimensionen sprengen würden. Schon heute sei eine Zunahme der Schäden und der «Dimensionierungsgrössen» festzustellen. Seit 1987 hätten Bund, Kanton und Gemeinden die Investitionen in Schutzprojekte massiv erhöht. «Trotzdem seien in den letzten 30 Jahren Schäden von über 10 Milliarden Franken entstanden. Und in Zukunft kommt es sogar noch schlimmer. Häufigkeit und Intensität von Hochwassern, grossflächigen Murgängen, Stürmen, Hitze und Trockenheit werden zunehmen. Wegen des Auftauen des Permafrostes wird es häufiger zu Steinschlag und Felsstürzen kommen. Eine weitere Folge der Erwärmung: Die Flüsse werden langfristig weniger Wasser führen, was die Wasserkraftwerke beeinträchtigt. Bis 2050 dürfte die Wasserkraftproduktion um 7 Prozent abnehmen, steht im Papier. Wegen der höheren Wassertemperaturen können die wassergekühlten Kernkraftwerke weniger Kühlleistung aus den Flüssen beziehen. Dies führe zu Produktionseinbussen. Ausserdem seien zwischen 1,4 und 3,1 Prozent der Schweizer Exporte gefährdet. Einbussen werde auch der Tourismus erleiden. Und die Landwirtschaft müsse drastische Anpassungen vornehmen. Auch wenn die Temperatur in der Schweiz bis zum Jahre 2050 «nur» um 2 Grad Celsius ansteigen sollte, entstehen in der Schweiz Schadenskosten von 0,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes im Jahre 2050. Mit jedem Grad Erwärmung, das man vermeiden könne, spare die Schweiz zwischen 0,6 und 1 Milliarde Franken. Im CO2 Papier sind Massnahmen aufgeführt, wie Leuenberger das Risiko mindern will. So sollen die Richt- und Nutzungsplänen von Kanton und Gemeinden den neuen Gefahrenkarten angepasst und periodisch überprüft werden. Die bisherigen Schutzmassnahmen müssten gestützt «auf den aktualisierten Gefahrengrundlagen überprüft und saniert werden.» Die Risiken an bestehenden Gebäuden, Bauten und Anlagen wie beispielsweise die Verkehrsinfrastruktur, müssten auf ein akzeptierbares Mass reduziert werden.

Quelle: Tages-Anzeiger Online vom 29. Oktober 2008
31.10.2008
6,63 Millionen für Hochwasserschutz in der Felsenau

Die Stadt Bern kann einen ersten grossen Schritt beim Hochwasserschutz machen: Das Stadtparlament hat am Donnerstag Kredite von insgesamt 6,63 Mio. Franken für Schutzmassnahmen in der Felsenau bewilligt. Bis es im Matte-Quartier soweit ist, dürfte es 2013 werden. Die Arbeiten in der Felsenau können dagegen schon im Jahr 2009 ausgeführt werden. Sie sind unabhängig davon möglich, ob man sich bezüglich des Schutzes insbesondere des Matte-Quartiers an der Aare dereinst für einen Stollen oder den Objektschutz entscheiden wird.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 30. Oktober 2008
30.10.2008
Rhonegletscher verschwindet

Im Jahr 2100 wird vom Rhonegletscher laut einer Computersimulation der ETH Lausanne und Zürich nur noch ein kleiner Rest übrig bleiben. Wie die ETH Lausanne mitgteilt hat, errechneten die Wissenschafter den Zustand des Gletschers von 1874 bis 2100 mit diversen Daten und Modellen zu Temperatur, Niederschlag und Rückgang des Gletschers seit dem 19. Jahrhundert.

Quelle: NZZ Online vom 29. Oktober 2008
30.10.2008
EG-Chemikalienverordnung REACH: Handlungsbedarf für die Schweiz

Seit dem 1. August 2005 ist das Schweizer Chemikalienrecht mit der Chemikaliengesetzgebung der Europäischen Gemeinschaft (EG) harmonisiert. Mit dem Inkrafttreten des Registrierungsverfahrens der neuen REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe; engl. Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) in der EG am 1. Juni 2008 ergeben sich wieder substantielle Unterschiede zwischen dem schweizerischen und dem europäischen Chemikalienrecht. Dies führt zu erheblichen Handelshemmnissen. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass das Schutzniveau für Mensch und Umwelt in der Schweiz mittel- bis längerfristig hinter demjenigen der EG zurückbleiben könnte. Der Bundesrat will daher Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer Zusammenarbeit mit der EG und insbesondere der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) rasch klären. Zu diesem Zweck sollen exploratorische Gespräche mit der EG aufgenommen werden. Parallel dazu ist eine Überprüfung des schweizerischen Chemikalienrechts angezeigt. Im Vorfeld haben die Bundesbehörden bereits verschiedene Optionen untersucht.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 29. Oktober 2008
29.10.2008
Living Planet Report: Jeder Schweizer braucht 4600 Liter Wasser pro Tag

Der neue WWF-«Living Planet Report 2008» zeigt: Die Menschheit braucht fast 30 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde langfristig zur Verfügung stellen kann. Eindrücklich ist zum Beispiel der Wasserverbrauch: Ein Schweizer konsumiert jeden Tag direkt und indirekt 4600 Liter Wasser. Zum Vergleich: Der globale Durchschnittsverbrauch beträgt 3400 Liter. Das meiste Wasser wird nicht zum Trinken oder zum Waschen gebraucht, sondern um Lebensmittel und andere Produkte herzustellen. 2900 Liter Wasser sind beispielsweise für die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts nötig, 3400 Liter für ein Kilo Reis, 15‘000 Liter für ein Kilo Rindfleisch. Viele Lebensmittel importiert die Schweiz aus Ländern, die zu wenig Wasser haben.

Quelle: WWF Schweiz vom 29. Oktober 2008
29.10.2008
Mit Globi in der Wasserwerkstatt

«Geschichten vom Wasser» heisst der vierte Band der Sachbuchreihe Globi Wissen. Neben dem WWF arbeitete auch die Wasserversorgung Zürich in beratender Funktion bei der Realisierung mit. Deshalb ging die Buchpremiere am Hauptsitz der Wasserwerke im Hardhof über die Bühne. Das farbig illustrierte Buch befasst sich im Rahmen einer Reise von der Quelle des Rheins bis zu dessen Mündung mit Pflanzen und Tieren im Bergbach und im Auenwald ebenso wie mit Wasserkraftwerken, der Fischerei, der Welt der Pfahlbauer, der Kanalisation und der Abwasserreinigung sowie dem globalen Wasserkreislauf oder der Klimaveränderung. Das alles ist kindgerecht, aber nicht kindisch geschrieben und illustriert, und wenngleich sich das Buch an Primarschüler im Alter zwischen sieben und elf Jahren richtet, bietet es auch erwachsenen Lesern einen hübschen Einblick in das Thema Wasser.

Quelle: NZZ Online vom 29. Oktober 2008
29.10.2008
Das Abwasser bringt die Wärme in die Stube

Die Mitglieder der Ürtekorporation Stansstad setzen auf Fernwärme. Vergangenen Freitag sprachen sie sich einstimmig für das Fernwärmeprojekt aus. Dieses beinhaltet, die Neuüberbauung Seehof (rund 90 Mietwohnungen und 16 Eigentumswohnungen) und das Wohngebiet am Alpnachersee mit geklärtem Abwasser der nahen Kläranlage Rotzwinkel zu beheizen. Bis Ende Jahr sollten die Abklärungen mit dem Contractor, der ARA und dem kantonalen Amt für Umweltschutz über die Bühne gegangen sein. Im Frühling 2009 sollen die Interessenten einen Vertragsentwurf bekommen. Im Herbst 2009 sollte mit den Bauarbeiten begonnen werden und die Anlage im Herbst 2010 ans «Netz» gehen.

Quelle: Zisch Neue Nidwaldner Zeitung Online vom 29. Oktober 2008
28.10.2008
Experten raten von Bergung der Munition ab

Die vom Verteidigungsdepartement (VBS) beauftragten Experten raten von einer Bergung der über 8000 Tonnen in Schweizer Seen versenkten Munition ab. Diese wäre «mit grossen Risiken und Kosten verbunden», lautet das Fazit. In ihrem am Dienstag publizierten Bericht begründen sie dies mit der durch eine Bergung ausgelösten Schädigung des heute intakten ökologischen Gleichgewichts im Thunersee, wo mit 4600 Tonnen die grösste Munitionsmenge lagert. Am oberen Brienzersee demonstrierten sie ihre Erkenntnisse vor Ort. Bei einer Bergung würden grosse Mengen Sediment aufgewirbelt. Dies brächte den Sauerstoffgehalt des Sees nachhaltig durcheinander und hätte «erhebliche Folgen für das Ökosystem. Demgegenüber gebe es gar keinen Sanierungsbedarf für das Seewasser, lautet der Befund.

Quelle: NZZ Online vom 28. Oktober 2008
28.10.2008
Erster Umweltbericht zum Kanton Nidwalden erschienen

Das Amt für Umwelt hat erstmals einen Umweltbericht erstellt. Er umfasst 20 Seiten und zeigt den Umweltzustand per Ende 2007 auf. Er behandelt diejenigen Fachgebiete, für deren Vollzug das Amt für Umwelt verantwortlich ist. Auf jeweils einer oder zwei Seiten erhält die Leserin, der Leser beispielhaft Einblick in die wichtigsten Tätigkeiten des Amts für Umwelt, so etwa in die Fachgebiete Grundwasser, Umweltwärme, Restwasser, in die Luftreinhaltung oder in den Lärmschutz.

Quelle: Amt für Umwelt Kanton Nidwalden vom 28. Oktober 2008
28.10.2008
Rechtsgutachten klärt Entschädigungsfragen beim Schutz vor Naturgefahren

Ein im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU erstelltes Rechtsgutachten zeigt Möglichkeiten und Spielräume des Bundes bei der Subventionierung von Schutzprojekten gegen Naturgefahren auf. Im Vordergrund stehen Entschädigungsfragen für Schutzmassnahmen.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 27. Oktober 2008
28.10.2008
Kaum Interesse für Kander 2050

Eine Infoveranstaltung zum Projekt Kander 2050 in Reichenbach stiess auf wenig Interesse. SVP-Grossrat Hans Rösti meinte denn auch gegenüber dieser Zeitung: «Es ist erschreckend. Entweder haben die Leute das Hochwasser 2005 schon vergessen, oder sie verdrängen dessen Folgen.» Projekt-Mitarbeiter Melchior Buchs hielt fest: «Die Massnahmen am gesamten Kanderlauf scheinen kaum jemanden zu interessieren. Reagiert und kritisiert wird erst, wenn vor der eigenen Haustüre etwas passiert.» Mit dem Projekt Kander 2050 (seit 2006 operativ tätig) werden in einem Gewässerentwicklungskonzept (Geka) die Leitplanken für künftige Wasserbauprojekte an der Kander erarbeitet. Und zwar auf der gesamten Länge der 44 Kilometer, vom Gasteretal bis zur Einmündung des Flusses in den Thunersee. Federführend sind das Tiefbauamt sowie das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 28. Oktober 2008
28.10.2008
Bildband über alpine Flusslandschaften

Ein neuer Bildband beschäftigt sich mit den Flusslandschaften in den Alpen und Mitteleuropa. Welche Quelltypen gibt es? Wie funktionieren Gletscher? Welche Wechselwirkungen von Fliessgewässern und Landschaft gibt es? Welche unsichtbaren Wege nehmen Fliessgewässer in Karstgebieten? Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Autoren nach und machen mit rund 160 Fotografien und informativen Texten auf die Schönheit und Einzigartigkeit der Flusslandschaften aufmerksam.
Bibliografie: Ryser, J., Beutler, R.: Fliessende Wasser: Flusslandschaften der Alpen und Mitteleuropas. Haupt Verlag, 2008. ISBN 978-3-258-07379-8, Euro 34,90/CHF 58.-.

Quelle: alpMedia-Newsletter 20/08 vom 23. Oktober 2008
28.10.2008
Strom aus der Wasserleitung

Wer künftig seinen Wasserhahn aufdreht, könnte nicht nur seinen Durst stillen, sondern gleichzeitig sein Handy aufladen. Deutsche Wissenschaftler entwickelten dazu einen kleinen Generator, der durch schwingende Piezomembranen Strom erzeugen kann. Dabei muss eine Flüssigkeit oder ein Gas durch die filigranen Kanäle des Stromerzeugers fließen, um die Membranen in Schwingung zu versetzen. Einen ersten Prototypen werden die Entwickler auf der Fachmesse "Electronica" Mitte November in München der Öffentlichkeit präsentieren.

Quelle: www.wissenschaft-aktuell.de vom 22. Oktober 2008
23.10.2008
Problemerhebung: Wo in den Alpen das Wasser knapp wird

Nicht nur die Länder des Südens, sondern auch die Alpenregion ist potenziell von Wasserverknappung betroffen. Das Zentrum für Geoinformatik der Universität Salzburg (Z_GIS) arbeitet gemeinsam mit europäischen Experten an interdisziplinären Konzepten und Lösungen im Umgang mit prognostizierter Wasserknappheit im Alpenraum. Dazu wurde das Projekt «Alp-Water-Scarce» mit 17 Partnern aus den fünf Alpenländern Österreich, Schweiz, Frankreich, Slowenien, Italien im Oktober 2008 ins Leben gerufen. Beteiligt sind darin Experten aus dem Bereich Wassermanagement, Agrarwissenschaft, Geographie und Geoinformatik, Ingenieurwesen, Ökologie, Biologie, Tourismus und Wirtschaft. «Ein Ziel ist die Entwicklung eines lokalen Frühwarnsystems für Wasserknappheit in den Alpen und die Schaffung umsetzbarer Konzepte und Lösungen für eine multifunktionale Verwendung und Wiederverwertung unseres Wassers», erklärt Z_GIS-Projektleiter Hermann Klug.

Quelle: derStandart.at vom 22. Oktober 2008
23.10.2008
In zehn Jahren gibt es im Bodensee keine Aale mehr

Die Fischereiverbände der Schweiz, Deutschlands und Österreichs haben den Aal zum Fisch des Jahres 2009 erkoren und wollen damit auf die starke Gefährdung der Art hinweisen. Aale sind auch im Bodensee bedroht. Im Jahr 2006 wurde der für den Bestand notwendige Besatz des Bodensees mit Glasaalen eingestellt – der Preis von über 2000 Franken pro Kilo war den Fischern zu hoch.

Quelle: www.tagblatt.ch vom 23. Oktober 2008
23.10.2008
Global Forces Combine into «Water Footprint Network»

On 16 October 2008 seven major global players have founded the Water Footprint Network. The network faces the challenge to work towards broadly shared standards on water footprint accounting. Transparent standards are key to enable the global community to constructively communicate about water footprints of consumers and producers. Shared standards are further necessary in order to formulate effective measures to reduce the negative impacts of water footprints.

Quelle: European Water News vom 22. Oktober 2008
23.10.2008
Die zehn gefährlichsten Umweltgifte

Im Umweltgiftbericht 2008 von Green Cross Schweiz und dem amerikanischen Blacksmith Institute wurden insgesamt 21 Schadstoffprobleme untersucht. Diese wurden nach einer Analyse von über 600 in der Datenbank des Blacksmith Institute erfassten verschmutzten Orten ausgewählt. Auf der Liste der zehn gefährlichsten Umweltgifte stehen Luftschadstoffe in Innenräumen, die städtische Luftverschmutzung, ungeklärte Abwässer, kontaminiertes Grundwasser sowie kontaminierte Oberflächengewässser. Die im Bericht aufgeführten Umweltgifte haben laut den Organisationen weltweit einen signifikanten Einfluss auf die menschliche Gesundheit und führen zu Tod, chronischen Erkrankungen und neurologischen Schäden für Millionen von Menschen. Unverhältnismässig stark betroffen davon seien dabei Kinder.

Quelle: www.tagesanzeiger.ch vom 22. Oktober 2008
22.10.2008
Warum wie viel Wasser die Flüsse hinab fliesst

Der Mensch verändert zunehmend die Menge Wasser, die vom Land ins Meer oder in Binnengewässer fließt. Berechnungen mit einem Computermodell der Vegetation und des Wasserhaushalts der Erde zeigen, dass im 20. Jahrhundert der Niederschlag die globale Abflussmenge bestimmt hat. Regional variiert der Abfluss dagegen mit Faktoren wie der Landnutzung und Bewässerung, der Temperatur oder der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), berichten Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in der Fachzeitschrift "Geophysical Research Letters". Der Einfluss dieser vor allem von menschlichen Aktivitäten abhängenden Faktoren auf den Abfluss und damit auf die Verfügbarkeit von Wasser wird künftig wahrscheinlich noch stärker werden.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft vom 22. Oktober 2008
22.10.2008
Die Korporation will dem Kanton helfen

Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Urner Talboden plant der Kanton Uri als ökologische Ausgleichsmassnahme ein Umgehungsgerinne zum Schächen im Raum Schattdorf. Dagegen wurden im Rahmen des öffentlichen Auflageverfahrens verschiedene Einsprachen eingereicht. Auf Widerstand stiessen vor allem die «unverhältnismässigen ökologischen Ausgleichsmassnahmen». Die Korporation Uri ist bereit, dem Kanton – als Ersatz für das Umgehungsgerinne in Schattdorf – Flächen im Wilerschachen (Polenschachen) in Erstfeld und im Schützenschachen in Silenen zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Neue Urner Zeitung Online vom 22. Oktober 2008
22.10.2008
Eine neue Abteilung Naturgefahren

Im Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern (BUWD) wird in der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur eine neue Abteilung Naturgefahren geschaffen. Bislang waren die Tätigkeiten im Bereich Naturgefahren auf zwei Dienststellen verteilt.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung Online vom 21. Oktober 2008
20.10.2008
Die unsichere Zukunft der Stadtzürcher Wasserkraft

Die Stadt Zürich stimmt über den mittelfristigen Ausstieg aus der Atomindustrie ab. Doch Zürich könnte in 30 Jahren auch ein teilweiser und unfreiwilliger Ausstieg aus der Wasserkraft drohen. Am 30. November stimmt Zürich darüber ab, ob das hiesige Elektrizitätswerk (EWZ) aus der Atomenergie aussteigen soll. Zwar würde der Ausstieg erst erfolgen, wenn die Atomkraftwerke, an denen die Stadt beteiligt ist, vom Netz müssen – aus heutiger Sicht wäre dies in etwa 30 Jahren der Fall. Bereits wird aber kontrovers darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, in einigen Jahrzehnten auf Atomenergie zu verzichten. Unumstritten ist hingegen die Wasserkraft, die zweite wichtige Energiequelle der Stadt Zürich. Das EWZ besitzt 14 Wasserkraftwerke und ist an 5 Partnerwerken beteiligt – zusammen produzierten die Werke 2007 fast 2000 Gigawattstunden. Zum Vergleich: die Beteiligungen des EWZ an Atomkraftwerken generierten in der gleichen Zeit 2300 Gigawattstunden Strom. Die meisten eigenen Wasserkraftwerke befinden sich in Graubünden. Dass die Konzessionen für diese Kraftwerke ebenfalls in rund 30 Jahren auslaufen, ist bisher noch wenig in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Stadtrat Andres Türler wies allerdings unlängst in einem NZZ-Interview auf diese Problematik hin. Wenn die Stadt Zürich ihre Wasserrechte behalten wolle, müsse sie in den nächsten Jahrzehnten Milliardenbeträge auf die Seite legen, sagte er. Einen ersten Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Auslaufen der Konzessionen gab es unlängst in der Gemeinde Tinizong-Rona in Mittelbünden. Sie plant, mit einem Kleinwasserkraftwerk das Wasser und das Gefälle ihres Errbachs zu nutzen. Anstatt jedoch auf das EWZ zuzugehen, das in Tinizong bereits ein grösseres Kraftwerk besitzt, beschloss die Gemeinde, einen sogenannten Gesamtleistungswettbewerb auszuschreiben und dem besten Anbieter die Konzession sowie das Kraftwerkprojekt zu vergeben. Laut den Gemeindebehörden ist Tinizong die erste Gemeinde in der Schweiz, die einen solchen Weg beschreitet.

Quelle: NZZ Online vom 20. Oktober 2008
17.10.2008
Kanton schützt Lütschinental vor Gletschersee

Der Kanton Bern hat beschlossen, das Lütschinental vor der Gefahr zu schützen, welche der sich immer wieder bildende Gletschersee ob Grindelwald darstellt.Im Januar legt die Regierung dem Grossen Rat einen Kredit vor. Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer sagte am Freitag laut einer Mitteilung der Kantonsverwaltung an einer Medienkonferenz in Grindelwald, es gehe um einen Rahmenkredit von zwölf Millionen Franken. Für die baulichen Schutzmassnahmen seien maximal 30 Mio. Franken nötig. Der Bund habe seine Unterstützung zugesichert.

Quelle: www.bernerzeitung.ch vom 17. Oktober 2008
17.10.2008
Skigebiete rüsten auf

Die Skigebiete investieren 264 Millionen Franken in Schneekanonen und neue Lifte. Doch die Branche rechnet mit einem schlechten Winter, denn auch die Tourismusbranche wird nicht von der Finanzkrise verschont bleiben. Die Investitionen seien langfristig und somit sinnvoll, auch wenn die nächste Saison schlecht sein sollte.

Quelle: www.20min.ch vom 16. Oktober 2008
17.10.2008
Secklisbach: Trotz Volks-Nein wird gebaut

In der Gemeinde Wolfenschiessen können die Arbeiten zum Hochwasserschutz im November aufgenommen werden, obwohl die Gemeindeversammlung eine damit zusammenhängende Umzonung abgelehnt hatte.Die Gemeindevesammlung vom 18. September 2008 hatte den Gemeinderat vorerst blockiert. Einerseits hiess sie einen Kredit von 3,6 Millionen Franken für Hochwasserschutzmassnahmen gut. Die Umzonung eines gefährdeten Gewerbegebietes in die Landwirtschaftszone wurde dagegen verworfen. Nach Ansicht des Gemeinderates drohte damit der Realisierung des Hochwasserschutzes eine Verzögerung. Inzwischen ist der Gemeinderat über die Bücher gegangen und hat unter anderem ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Demnach ist die Umzonung nicht zwingend notwendig für Umsetzung des Hochwasserschutzes.

Quelle: Zisch Neue Nidwaldner Zeitung online vom 16. Oktober 2008
14.10.2008
Wunsch nach neuen Alpenrhein-Staatsvertrag

Der Hochwasserschutz am Alpenrhein soll weiter verstärkt werden. Österreich strebt zu diesem Zweck einen neuen Staatsvertrag mit der Schweiz an. Ziel ist, die Dämme des Rheins sicher genug für ein Hochwasser zu machen, wie es etwa alle 300 Jahre auftreten könnte.

Quelle: NZZ Online vom 14. Oktober 2008
10.10.2008
Fäkalien werden den Berg hinuntergekippt

In vielen SAC-Hütten ist die umweltgerechte Entsorgung von Fäkalien schwierig. Vielfach werden die in Tanks gesammelten Fäkalien mangels Alternativen in die Natur entleert. Dem Schweizer Alpen-Club ist das Problem der Abwasserentsorgung seit Jahren bewusst. Der SAC ist denn auch bereits am Handeln. So hat er 2003 zum UNO-Jahr des Wassers das Projekt «Vom Plumpsklo zur umweltverträglichen Abwasserentsorgung» lanciert, und bereits seit dem Jahr 2000 gibt es die «Wegleitung für die Abwasserentsorgung bei Berghütten». Beides hat zum Ziel, die Abwasserentsorgung ökologisch zu machen.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 10. Oktober 2008
10.10.2008
Schnee im Fokus der Wissenschaft

Schnee spielt im Wasserschloss Schweiz eine zentrale Rolle. Der Klimawandel wird auch bei der weissen Pracht vieles verändern. Die Erforschung dieser künftigen Prozesse spielt auch beim Nationalfondsprogramm 61 eine wichtige Rolle, das diesen Herbst gestartet werden soll. Für Christian Leibundgut, Präsident der Leitungsgruppe NFP 61, heisst das, neben Fragestellungen zum Klimawandel auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen in den Fokus zu nehmen. Denn Nutzungskonflikte zeichnen sich in vielen Bereichen der Wassernutzung ab. «Bislang hat das ganze hydrologische System in der Schweiz sich als genügend belastbar erwiesen. Ob das auch in Zukunft angesichts der neuen globalen Herausforderungen der Fall sein wird, ist eine der offenen Fragen, auf die wir mit dem NFP 61 eine Antwort suchen müssen.» Die fächerübergreifende Zusammenarbeit soll deshalb oberstes Gebot sein - eine Herausforderung auch für die Hydrologen, die sich damit bislang recht schwer tun.

Quelle: Gas-Wasser-Abwasser SVGW/VSA vom 7. Oktober 2008
10.10.2008
Potenzial Kleinwasserkraftwerke

Jährlich verleiht das Netzwerk Wasser im Berggebiet einen mit sechzigtausend Franken dotierten Preis für besonders innovative und wertschöpfende Projekte im Bereich «Wasser und Berggebiet». Dank des ausgezeichneten Projekts sollen mögliche Standorte für umweltfreundliche Kleinwasserkraftwerke leichter erkannt werden können.

Quelle: Gas-Wasser-Abwasser SVGW/VSA vom 7. Oktober 2008
10.10.2008
WSL-Studie: Gletscherschutt verzögert Erosion im Gebirge

Von Gletschern zusammengeschobene Schuttdämme haben mitgeholfen, das tibetische Hochplateau vor Erosion durch Flüsse zu schützen. Das zeigt eine Studie der Eidg.Forschungsanstalt WSL. Auch Teile der Schweizer Alpen könnten so langsamer abgetragen werden. Die bisherige Annahme, dass die Klimaerwärmung wegen der Gletscherschmelze zu einer verstärkten Tiefenerosion durch Gebirgsflüsse führe, müsse hinterfragt werden, schreibt die WSL.

Quelle: SDA und Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL vom 9. Oktober 2008
09.10.2008
Hochwasser: Kantone wollen mehr Geld aus Bern

Beim Hochwasserschutz bestehen nach Ansicht der Kantone gravierende finanzielle Engpässe. Die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK) fordert, dass der Bund Zahlungen nicht nur verspricht, sondern auch ohne Verzögerung leistet. Zwischen den Krediten, die das Parlament Ende 2007 für die Jahre 2008 bis 2011 beschlossen habe, und den effektiv verfügbaren Mitteln bestehe «eine grosse Diskrepanz», sagte Willi Haag, Baudepartementschef des Kantons St. Gallen und ehemaliger BPUK-Präsident, in Bern vor den Medien. Bundesrat und Parlament hätten für 2008 einen jährlichen Kredit von 213 Millionen Franken beschlossen, jedoch nur rund 171 Millionen budgetiert. Dadurch fehlten den Kantonen 42 Millionen. Die Konferenz fordert deshalb, dass der Bund den fehlenden Betrag im kommenden Jahr auszahlt. Konkret soll der Bund das Budget für die Gefahrenprävention 2009 auf mindestens 255 Millionen Franken aufstocken.

Quelle: www.tagblatt.ch vom 9. Oktober 2008
08.10.2008
Der Bodensee im Computer

Der Bodensee wird ab sofort mit dem neu entwickelten Computermodell «Bodensee Online» überwacht. Mit dem europaweit einzigartigen Modell sollen Störfälle und Wetterextreme frühzeitig erkannt und ihre Auswirkungen prognostiziert werden. Der Bodensee versorgt rund 5,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Die Störfallvorsorge hat daher einen besonderen Stellenwert, wie der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung heute mitteilte. Nach einer zweijährigen Testphase sollen alle zuständigen Stellen Zugriff auf die Datenbank haben. «Bodensee Online» wurde unter anderem von den Universitäten Konstanz und Stuttgart sowie der AG Wasserwerke Bodensee-Rhein entwickelt. Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) unterstützt das Projekt.

Quelle: Tages-Anzeiger Online vom 8. Oktober 2008
08.10.2008
Rückkehr des Lachses in die Schweiz: erster nachgewiesener Fang im Rhein bei Basel

Am 5. Oktober 2008 wurde im Hochrhein bei Basel ein 91 Zentimeter langer weiblicher Lachs gefangen und anschliessend wieder freigelassen. Das Tier dürfte durch die Schifffahrtsschleusen rheinaufwärts an den Ort gewandert sein, an dem es 2005 oder 2006 ausgesetzt worden war. Dies ist ein Beweis dafür, dass sich Lachse in der Schweiz wieder ansiedeln könnten, sobald die letzten Flusskraftwerke unterhalb Basels mit Fischpässen ausgestattet werden.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 8. Oktober 2008
08.10.2008
Preiserhöhung auch beim Bahnstrom

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) genehmigt die Tarife für jene elektrische Energie, welche die SBB grösstenteils selbst herstellen und auch an zahlreiche Privatbahnen weitergeben. Der Bahnstrom fliesst somit im Rahmen einer besonderen Gesetzgebung, doch auch in diesem speziellen Bereich der Schweizer Elektrizitätsversorgung steigen die Preise. Der Energiepreis ab Unterwerk, der seit 1999 bei 9,5 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) liege, steige per Ende 2009 auf 11 Rappen pro kWh, erklärt BAV-Sprecher Davide Demicheli. Der Ausbau des Bahnangebots – mehr Züge, höhere Geschwindigkeiten, mehr Klimaanlagen – führe zu einem steigenden Energiebedarf, erläutert SBB-Mediensprecher Roland Binz. In Ergänzung zur Eigenproduktion decke die SBB den weiteren Bedarf durch Zukäufe am Markt. Inwiefern ein Weiterbetrieb der bestehenden Kraftwerksanlagen oder die Optimierung der Nutzung der Wasserkraft, der Hauptenergiequelle für den SBB-Strom, in Zukunft möglich sein werde, hänge massgeblich von der Position der Kantone in den Verhandlungen um die Konzessionen ab.

Quelle: NZZ Online vom 8. Oktober 2008
08.10.2008
Siemens präsentiert Unterrichtsmaterial zum Thema Wasser auf Fachtagung der Deutschen UNESCO-Kommission

Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lud die Deutsche UNESCO-Kommission am 22. September 2008 zur Fachtagung „Wasser – Bildung – Zukunft – Das Thema Wasser in der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nach Hannover ein. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich verschiedene Projekte rund um das Thema Wasser. Siemens war mit einem eigenen Infosand vertreten und stellte im Rahmen des weltweiten Bildungsprogramms Siemens Generation21 seine Mediensammlung „Menschheitsprojekt Wasser“ vor. Das Unterrichtsmaterial ist als offizieller Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Quelle: Siemens News vom 6. Oktober 2008
08.10.2008
EU-Projekt SMILES plant Wasser- und Energieeinsparungen für Industrie

Die Europäische Union ist unerschütterlich darum bemüht, zur Sicherung einer umweltfreundlicheren Zukunft entsprechende Maßnahmen zu prüfen und zu fördern. Hierfür stellt das EU-geförderte SMILES-Projekt (Sustainable Measures for Industrial Laundry Expansion Strategies: Smart Laundry-2015) seine Unterstützung zur Verfügung. Über dieses Projekt sollen 16 neue nachhaltige Technologien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Sicherung von Wasser- und Energieeinsparungen, insbesondere in Industriewäschereien, entwickelt und umgesetzt werden. Über einen Zeitraum von drei Jahren erhält das Projekt EU-Fördermittel in Höhe von 2,38 Millionen Euro. Das Projekt besteht aus sechs Arbeitspaketen (WP - Work Packages) mit folgenden Schwerpunkten: WP1: Senkung des Wasserverbrauchs WP2: Senkung des Energieverbrauchs/der CO2-Emissionen WP3: Senkung des Einsatzes chemischer Stoffe WP4: Qualitätsverbesserung WP5: Integration/Transfer WP6: Projektmanagement.

Quelle: CORDIS Nachrichten vom 6. Oktober 2008
07.10.2008
Neue Dialogplattform zur Stromzukunft Schweiz

Unter dem Namen immergenugstrom.ch geht heute die neue Dialogplattform zur Stromzukunft der Schweiz online. Gleichzeitig startet auch Strom TV, das erste Internetfernsehen zur Energiezukunft der Schweiz. Die beiden Schweizer Energieunternehmen Atel und EOS haben dieses Projekt gemeinsam initiiert. Sie sind zusammen mit ihren Aktionären und Partnern für einen Drittel der Schweizer Stromversorgung verantwortlich. Ziel ist die Förderung einer sachlichen, umfassenden und lösungsorientierten Stromdebatte.

Quelle: Atel News vom 7. Oktober 2008
07.10.2008
Jetzt untersucht die Armee die See-Munition

In welchem Zustand sind die 3360 Tonnen Munition im Vierwaldstättersee? Das will die Armee wissen und prüft. Ziel der Arbeiten sei, den Zustand und das Langzeitverhalten des Munitionsmaterials zu beurteilen. An eine Bergung des Materials sei indes nicht zu denken. Weltweit sei keine Bergungstechnik bekannt, mit der man dies durchführen könne. Zudem würden Millionen Kubikmeter Schlick aufgewühlt, sodass die Trinkwasserversorgung eingestellt werden müsste.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 7. Oktober 2008
07.10.2008
Mountain Wilderness verlang Masterplan

Im Gotthardgebiet sollen vier Bergbahnen zu einem grossen Skigebiet zusammengelegt werden. Die Alpenschutzorgani­sation Mountan Wilderness nimmt die Pläne zum Anlass und fordert einen Masterplan für die Region. Mit den Fusionsplänen soll der Bundesrätliche Auftrag für ein Schutz- und Aufwertungskonzept Natur und Landschaft für das Urserental auf die gesamte Region ausgedehnt werden. Die Bahnen sollen nicht einseitig nur den Nutzungsaspekt verfolgen, sondern auch Konzepte für eine schöne und unversehrte Landschaft entwickeln.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 6. Oktober 2008
07.10.2008
OcCC Studie: Das Klima ändert – was nun?

Der neue Bericht des OcCC präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des 4. Wissensstandsberichtes des IPCC, mit ihrem Bezug zur Schweiz. Welche Veränderungen sind gegen Ende des Jahrhunderts zu erwarten? Welche Auswirkungen ergeben sich für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft? Aufgezeigt wird aber auch wie sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Herausforderungen stellen können und welche Optionen heute bestehen und ergriffen werden sollten, um den negativen Folgen des Klimawandels zu begegnen.

Quelle: ProClim vom 12. September 2008
06.10.2008
Abwasserwärmenutzung hat Potenzial

Vor dem Hintergrund der hohen Ölpreise und der seit Anfang 2008 erhobenen CO2-Abgabe auf Brennstoffen hat die Nutzung von Abwärme aus kommunalen Abwässern mittels Wärmepumpenanlagen bereits heute ein grosses wirtschaftliches Potenzial. Dieses liesse sich künftig noch erheblich steigern, wie eine Studie zeigt, welche das Bundesamt für Energie (BFE) im Rahmen seines Forschungsprogramms Energiewirtschaftliche Grundlagen (EWG) herausgegeben hat. Bei einem Heizölpreis von derzeit gut 100 Schweizer Franken pro hundert Liter beträgt das wirtschaftlich realisierbare Potenzial 2,12 Terawattstunden (2,12 Milliarden Kilowattstunden) pro Jahr; dieses Potenzial entspricht dem Heizungs- und Warmwasserbedarf von gut 600'000 Einwohnern. Heute wird erst ein Bruchteil dieses Potenzials ausgeschöpft.

Quelle: Bundesamt für Energie BFE vom 6. Oktober 2008
04.10.2008
Dämme verzögern Verlandung

Die Vorstreckung der Rheindämme in den See hinaus verzögert mindestens mittelfristig die sichtbare Verlandung. Diesen Erfolg heftete sich die Internationale Rheinregulierung beim Symposium «Deltabildung alpiner Flüsse» an die Fahne. Anlass für das Treffen von Wasserbauexperten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich im Bauhof Lustenau waren die neuesten Ergebnisse der Seegrundvermessung, deren Daten mit den letzten Erhebungen aus dem Jahr 1999 verglichen wurden.

Quelle: www.tagblatt.ch vom 4. Oktober 2008
03.10.2008
Hochwasserschutz braucht Zeit

Der Grossbach soll in Zukunft die grössere Wassermenge fassen können. Wann es soweit ist, ist noch unklar. Der Bezirksrat Einsiedeln hat an der Sitzung vom 24. September über ein Hochwasserschutzkonzept für den Grossbach verhandelt. Dabei hat sich der Bezirksrat zusammen mit Vertretern der Genossame Gross, der Wuhrkorporation Grossbach und der Anwohner für die zweite von zwei Varianten entschieden. Die geplante Umsetzung der Variante B enthält folgende Punkte: Das heutige Gerinne wird durch ein Raugerinne ersetzt. Gleichzeitig wird es in Höhe und Breite vergrössert. Es sei vor allem eine ökologische Aufwertung. Eine Wassermenge wie beim Unwetter im Jahr 2007, würde das geplante Gerinne nicht zum Überlaufen bringen.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 3. Oktober 2008
03.10.2008
Die Kläranlage wird für 22 Millionen erneuert

Die 1970 erstellte Kläranlage Schwyz wird für 22 Millionen Franken erneuert und erweitert. Verschärfte gesetzliche Anforderungen und die Siedlungsentwicklung im Talkessel Schwyz führten dazu, dass die regionale Abwasserreinigungsanlage technisch und mengenmässig teilweise ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat, teilt die Gemeinde Schwyz mit. Der erforderliche Ausbau werde seit längerem vom Abwasserverband geplant, welchem die Gemeinden Schwyz, Ingenbohl, Steinen, Morschach, Steinerberg und Lauerz angehören. Mit der Einreichung des Baugesuches bei der Gemeinde Schwyz sei die Projektierungsphase weitestgehend abgeschlossen, heisst es weiter.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 3. Oktober 2008
03.10.2008
Stanser Abwasser soll getrennt werden

Nun geht auch Stans neue Wege in der Abwasserentsorgung. Unverschmutztes Abwasser, also zum Beispiel Regenwasser, Sickerwasser und Quellwasser, soll nicht mehr mit dem Schmutzwasser vermischt werden. Ansonsten muss es aufwändig in der Abwasserreinigungsanlage ARA wieder gereinigt werden oder mittels Regenentlastung (Mischwasser) in ein Gewässer abgegeben werden. Nun kommt die Gemeinde der heutigen Gesetzgebung von Bund und Kantonen nach. Diese schreibt nämlich vor, nicht verschmutztes Abwasser vor Ort versickern zu lassen oder, wenn nicht möglich, in ein oberirdisches Gewässer einzuleiten. Das verschmutzte Abwasser muss nach wie vor der ARA zugeleitet werden.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 3. Oktober 2008
02.10.2008
Schutz und Nutzung der Gewässer

Der Ständerat hat am Mittwoch die Volksinitiative «Lebendiges Wasser», die der Fischereiverband und Umweltverbände mit über 160 000 Unterschriften eingereicht hatten, mit 23 zu 6 Stimmen zur Ablehnung empfohlen. Gleichzeitig hat er aber einstimmig einen indirekten Gegenvorschlag angenommen, der die als berechtigt erkannten Anliegen der Initianten aufnimmt und der, falls er im Nationalrat nicht noch verwässert wird, den Rückzug des Volksbegehrens ermöglichen sollte. Im Gegenvorschlag kommt zum Ausdruck, dass die Renaturierung von Flüssen und der Schutz von Bergbächen beschleunigt, ihre Nutzung für die Stromproduktion aber nicht behindert werden soll.

Quelle: NZZ Online vom 2. Oktober 2008
01.10.2008
Grundwasser entscheidet über Klimaauswirkungen

Vorhersagen über Dürreperioden oder Überschwemmungen wegen des Klimawandels haben bisher immer einen Aspekt vernachlässigt: Das Grundwasser. Eine neue Untersuchung der Universität Bonn zeigt, dass der Grundwasserspiegel die klimatischen Auswirkungen regional unterschiedlich beeinflussen kann. Die beiden Wissenschaftler Dr. Stefan Kollet vom Meteorologischen Institut der Universität Bonn und sein US-Kollege Dr. Reed Maxwell haben herausgefunden, dass der Grundwasserspiegel regional unterschiedlich über die Folgen des Klimawandels entscheiden könne. So könne es beispielsweise von der Lage der Wasservorräte im Boden abhängen, ob Klimaveränderungen in bestimmten Gegenden Dürren hervorrufen oder nicht.

Quelle: www.care-and-click.org vom 1. Oktober 2008
30.09.2008
Glarner Fischer müssen Prüfung ablegen

Fischerinnen und Fischer im Kanton Glarus müssen ab nächstem Jahr eine Prüfung ablegen, bevor sie ihre Angelhaken auswerfen können. Nur wer einen Sachkunde-Nachweis besitzt, erhält ein Langzeitpatent von über einem Monat Dauer.

Quelle: www.tagblatt.ch vom 30. September 2008
28.09.2008
In Europa steigen die Temperaturen schneller

Die Temperatur steigt in Europa schneller als im weltweiten Durchschnitt. Die Gletscher schmelzen rasch, und viele Mittelmeerregionen haben jetzt schon 20 Prozent weniger Regen als noch vor einem Jahrhundert. Zugleich hat die Zahl der Flutkatastrophen drastisch zugenommen. Das sind nur einige der alarmierenden Aussagen des Klimareports, den die Europäische Umweltagentur (EEA) gestern in Kopenhagen veröffentlicht hat. Nach Angaben der Autoren ist die Temperatur in Europa seit der Industrialisierung im Durchschnitt um 1,0 Grad Celsius gestiegen, weltweit dagegen nur um 0,8 Grad. Die Experten weisen im Weiteren auch auf den Gletscherschwund hin. Die Alpengletscher haben seit 1850 bereits zwei Drittel ihres Volumens verloren. Besonders schnell ist die Abnahme seit 1980. Die Schneedecke hat in den vergangenen 40 Jahren bereits um 1,3 Prozent pro Jahrzehnt abgenommen.

Quelle: www.20min.ch vom 28. September 2008
28.09.2008
Urner Nein zur Tarifordnung zum Abwasserreglement

Das Urner Volk hat über die Tarifordnung zum Abwasserreglement abgestimmt und diese klar abgelehnt. Damit bleiben wie bisher die Gemeinden für das Abwasser zuständig. Die Tarifordnung zum Abwasserreglement der Abwasser Uri AG hätte das Errechnen der Abwassergebühren mittels «Verursacherprinzip» geregelt.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 28. September 2008
25.09.2008
Start zur Sanierung des Linthwerks

Mit einem offiziellen Spatenstich am Escherkanal in Mollis hat die Sanierung des Linthwerks begonnen. Der Escher- und der Linthkanal werden in den nächsten Jahren für 100 Millionen Franken erneuert. Die Sanierung des 200 Jahre alten Linthwerks hat laut Haag zum Ziel, langfristig eine harmonische Weiterentwickung des Linthgebiets zu ermöglichen. Hinter dem Projekt steht die Linthkommission, an der die Kantone Glarus, St. Gallen, Schwyz und Zürich beteiligt sind. Vorerst wird der Escherkanal zwischen Mollis und dem Walensee saniert, wie Linthingenieur Markus Jud erklärte. Dies dauere voraussichtlich drei Jahre. Am Linthkanal beginnen hingegen erst Vorarbeiten. Gegen dieses Teilprojekt ist noch eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig, allerdings ohne aufschiebende Wirkung.

Quelle: Zentralschweiz Online vom 25. September 2008
25.09.2008
Berechnungen zum Geschiebetransport während der Hochwasser 1993 und 2000 im Wallis

Eine Studie im Rahmen des Projekts HYDRALP stellt anhand von Fallbeispielen fest, dass die Anwendung einer einfachen Geschiebetransportformel für Gebirgsflüsse auf die untersuchten Hochwasserereignisse im Wallis generell zu einer Überschätzung der beobachteten Geschiebefrachten führt. Für den Geschiebetransport beim Hochwasser 2005 in der Schweiz wurde gemäss den Autoren eine ähnliche Analyse durchgeführt, wobei die effektiven Wasserfrachten über den Niederschlag und gebietsspezifische Abflusskoeffizienten abgeschätzt wurden. Dabei zeigte sich, dass die beobachteten Geschiebefrachten ab Gerinnegefällen von mehr als etwa 4 bis 6% deutlich geringer sind als die mit einer bestimmten Geschiebetransportformel berechneten Werte. Die meisten untersuchten Gerinneabschnitte der Hochwasserereignisse im Wallis haben ähnliche oder grössere Gerinnegefälle als der erwähnte kritische Bereich. Sowohl bei den Ereignissen beim Hochwasser 2005 als auch bei denjenigen im Wallis 1993 und 2000 werden die Abweichungen zwischen berechneten und beobachteten Geschiebefrachten mit zunehmendem Gerinnegefälle tendenziell grösser.

Quelle: Wasser Energie Luft vom 25. September 2008
20.09.2008
Färnigen: Bald sprudelt Wasser wie zuvor

Die Wasserversorgung des Weilers Färnigen ist in einem schlechten Zustand. Deshalb wird sie nun einer Gesamt-Sanierung unterzogen. Das rund 800'000 Franken teure Projekt wird vom Engagement Wasser der Eichhof Getränke AG in Partnerschaft mit dem Netzwerk Wasser im Berggebiet unterstützt.

Quelle: Neue Urner Zeitung vom 20. September 2008
19.09.2008
Entlastungsstollen Lyssbach: Erfolgreiche Modellversuche an der ETH Zürich

Der Kanton Bern arbeitet mit Hochdruck an der Planung eines Entlastungsstollens in Lyss. Zurzeit werden an der ETH Zürich entsprechende Modellversuche durchgeführt. Die Projektverantwortlichen sind mit den Versuchsergebnissen zufrieden. Der Baubeginn ist für Frühling 2009 vorgesehen.

Quelle: Kanton Bern vom 19. September 2008
18.09.2008
Hochwasserschutz: Ereignis von 2005 zeigt Lücken und Optimierungspotenzial auf

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt. Um möglichst viele Schäden zu vermeiden braucht es umfassende Gefahrengrundlagen wie etwa Gefahrenkarten und detaillierte Prognosen; robuste und überlastbare Schutzbauten und -konzepte sowie optimal vorbereitete und koordinierte Einsätze. Zu diesem Schluss kommt die Analyse des Hochwassers vom August 2005.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU vom 18. September 2008
12.09.2008
Trinkwasser fordert dauernde Innovation

Das Trinkwasser in der Schweiz ist von sehr guter Qualität. Doch das ist kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen. Die Herausforderungen steigen: Unerwünschte Spurenstoffe finden sich in Flüssen, Seen und auch im Grundwasser. Der Klimawan-del bringt wärmeres Wasser mit Folgen für die Wasserqualität und in Entwicklungs-ländern sind immer mehr Menschen von natürlich verunreinigtem Grundwasser ab-hängig. In der Schweiz sind Wasserversorgungen in die Jahre gekommen und müs-sen erneuert werden. Zusammen mit der Praxis zeigt das Wasserforschungsinstitut Eawag Wege auf, wie auch morgen gutes Trinkwasser gesichert werden kann.

Quelle: www.news.admin.ch vom 12. September 2008
09.09.2008
EIB erneuert ihre Finanzierungspolitik im Wassersektor

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat ihre Politik in Bezug auf die Finanzierung wasserwirtschaftlicher Vorhaben erneuert und an die Entwicklungen und Herausforderungen dieses wichtigen Sektors angepasst. Die erneuerte Finanzierungspolitik im Wassersektor wird der EIB dabei helfen, ihre Rolle als bedeutender globaler Geldgeber des Sektors sowie als „EU-Wasserwirtschaftsbank“ zu stärken. Die entsprechende Unterlage wurde auf großen Konferenzen, darunter der kürzlich organisierten Weltwasserkonferenz in Stockholm anlässlich der Internationalen Stockholmer Wasserwoche und dem in dieser Woche vom Internationalen Weltwasserverband veranstalteten Weltwasserkongress in Wien vorgestellt.

Quelle: Europäische Investitionsbank (EIB) vom 9. September 2008
30.08.2008
Die Bündner Stromwirtschaft hat ein Milliarden-Potenzial

Die Bündner Stromwirtschaft könnte jährlich 1,2 Milliarden Franken mehr verdienen: Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Wirtschaftsforums Graubünden. Nötig sind aber die richtigen Weichenstellungen.

Quelle: Die Südostschweiz, Graubünden vom 30. August 2008

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