Der Verlust an Biodiversität ist ein Kapitalverlust für die kommenden Generationen. Gewässerökosysteme sind davon besonders betroffen, weil sie eine ungewöhnlich hohe Biodiversität aufweisen. Dennoch ist das Wissen über Werden und Vergehen der Vielfalt im Wasser noch lückenhaft. Massnahmen zum Schutz des genetischen Reichtums in Seen und Flüssen konnten den Abwärtstrend bisher nicht stoppen. Unterschätzt wurde – so orientiert die Eawag an ihrem heutigen Infotag – vor allem, dass die reduzierte Lebensraumvielfalt auch die Artneubildung unterbindet. Das beschleunigt die Negativspirale.
Am 22. Juni 2010 nimmt Bundesrat Moritz Leuenberger in Vaduz mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, dem Fürstentum Liechtenstein und Österreich am traditionellen Treffen der Umweltminister der deutschsprachigen Länder teil. Auf der Tagesordnung stehen die Klimapolitik und die Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie das Thema der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich Wasser.
Das Parlament hat heute in der Schlussabstimmung eine Revision des Energiegesetzes gutgeheissen, die eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für grünen Strom sowie eine Anhebung des Wasserzinses vorsieht.
Die Klimaveränderung trifft den Tourismus in den Alpen besonders hart. Das Saastal hat am 8. Juni 2010 ein einmaliges Projekt lanciert,das die Chancen und Risiken möglichst konkret aufzeigen soll. Mit einer Fallstudie vor Ort wollen die Saaser Gemeinden ein Jahr lang Handlungsoptionen ausloten. Denn nur so sei es möglich, rechtzeitig und überlegt zu agieren, sagen die Verantwortlichen. So denken auch – zunehmend mehr – Hoteliers und Touristiker.
Der Newsletter Nr. 11 des Programms Kleinwasserkraftwerke weist auf die Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz 2009 (WASTA) hin. Diese ist neu auf dem Internet verfügbar. Kleinstwasserkraftwerke – d.h. Kleinwasserkraftwerke mit einer Ausbauleistung von weniger als 300 Kilowatt – sind darin pauschal mit einer Jahresproduktion von 190 Millionen Kilowattstunden berücksichtigt. Info: www.kleinwasserkraft.ch
Das ambitiöse Projekt «Lago Bianco» mit einem mächtigen Pumpspeicherkraftwerk ist einen entscheidenden Schritt weiter: Es konnte das Konzessionsprojekt vorgestellt werden.Ein gemeinsamer Weg wurde eingeschlagen und in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Umweltorganisationen, Fischerei und Behörden das Konzessionsprojekt erarbeitet, das nun fertig gestellt wurde. Die Partner sind überzeugt, dass die künftige Anlage technisch machbar, ökologisch vertretbar, von der betroffenen Bevölkerung akzeptiert wird und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Im Auftrag des Grossen Rats hat der Regierungsrat des Kantons Bern bei der Vereinigten Bundesversammlung eine Standesinitiative für eine Teilrevision des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes eingereicht. Die Standesinitiative verlangt, dass im Voralpen- und Alpengebiet bei ausgewiesenem Bedarf neue Deponien für unverschmutztes Aushubmaterial bewilligt werden können. Im Kanton Bern herrscht ein akuter Mangel an solchen Deponien. Gerade in Gebirgstälern können neue Deponien kaum realisiert werden, weil in den meisten Fällen kleine Bachläufe von der Anlage betroffen wären. Nach der geltenden Gewässerschutzgesetzgebung ist eine Verlegung dieser Bachläufe nicht erlaubt. Diese Regelung soll mit der Standesinitiative in begründeten Fällen gelockert werden.
Dank der finanziellen Zusage der Schweizer MAVA Stiftung für Natur kann das Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" nach DYNALP² seine Mitglieder auch im Rahmen des Programms dynAlp-climate bei der Umsetzung der Alpenkonvention unterstützen. Sowohl Klimaschutz als auch die die Anpassung an den Klimawandel stehen im Mittelpunkt. Unterlagen und detaillierte Informationen zur Ausschreibung sind unter www.alpenallianz.org/de/projekte/dynalp-climate in den vier Alpensprachen abrufbar. Einreichende ist der 15. November 2010.
Die aktualisierte Praxishilfe für den naturnahen Wasserbau beschreibt die gebräuchlichsten Bauweisen mit Pflanzen. Die mittels Texten, Skizzen und Signeten dargestellten krautigen, holzigen und kombinierten Bauweisen sollen dazu beitragen, dass Bauherren, Planerinnen, Ingenieure, Bauführerinnen und Ausführende ihre Bauwerke noch besser in die Landschaft eingliedern. Altes Erfahrungswissen, moderne Bautechniken und neue Forschungserkenntnisse sind in die Beschreibungen eingeflossen.
Eine neue kostengünstige und sichere Methode, Trinkwasser lokal zu entkeimen, könnte den Zugang zu sauberem Trinkwasser in vielen Regionen der Welt erleichtern. Eine Forschergruppe am Ferdinand-Braun-Institut (FBI)- Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik - und der TU Berlin arbeitet daran, Wasser umweltfreundlicher und unkomplizierter als bisher mit ultravioletten Leuchtdioden (UV-LEDs) zu desinfizieren.
Fliessgewässer und Seeufer werden wieder naturnäher. Im Dezember 2009 hatte das Parlament entschieden, dass Flüsse und Seen revitalisiert werden müssen, und dass an jenen Flüssen, die für die Stromproduktion genutzt werden, das Wasser natürlicher fliessen soll. Das UVEK hat am 26. Mai 2010 die Anhörung zu den entsprechenden Verordnungsänderungen eröffnet. Damit startet eine weitere Etappe in diesem für den Zustand der Schweizer Gewässer entscheidenden Prozess.
Strassenabwasser, das verschmutzt ist, muss gemäss Gewässerschutzgesetz (GSchG) behandelt werden, bevor es versickert oder in einen Vorfluter eingeleitet werden kann. Diese Dokumentation beschreibt den aktuellen Stand der Technik (Anfangs 2009) für die Behandlung von Strassenabwasser. Das Ziel ist es, einen Überblick über die Vielfalt von Behandlungsverfahren zu vermitteln und deren Charakteristika und Spezialitäten sowie ihre Reinigungsleistung aufzuzeigen. Darauf basierend können letztlich Behandlungsanforderungen für die unterschiedlichen Typen von Behandlungsanlagen formuliert werden.
Anfang Mai wurde in Interlaken/CH unter dem Titel "Coping with climate change - Transnational action in the Alps" über den Umgang mit dem Klimawandel im Alpenraum diskutiert. In verschiedenen Workshops wurde der aktuelle Stand der Aktivitäten beim Angehen der Herausforderungen im Klimawandel erarbeitet und anhand von aktuellen Klimaschutzmassnahmen aus den Bereichen Verkehr, Biodiversität, Wirtschaft, Tourismus, Naturgefahren, Wasser und Energie konkretisiert.
Anfang Mai wurde in Interlaken/CH unter dem Titel "Coping with climate change - Transnational action in the Alps" über den Umgang mit dem Klimawandel im Alpenraum diskutiert. In verschiedenen Workshops wurde der aktuelle Stand der Aktivitäten beim Angehen der Herausforderungen im Klimawandel erarbeitet und anhand von aktuellen Klimaschutzmassnahmen aus den Bereichen Verkehr, Biodiversität, Wirtschaft, Tourismus, Naturgefahren, Wasser und Energie konkretisiert.
Für die Nutzung von Wasserkraft erhalten die Kantone künftig mehr Geld von den Stromkonzernen. Die Mehreinnahmen werden beträchtlich ausfallen.
Der Bundesrat will die Bevölkerung wirksamer vor Naturgefahren schützen. Er hat an seiner Sitzung vom 26. Mai 2010 beschlossen, einen Teil des Hochwasserschutzkredites für die verbesserte Warnung und Alarmierung der Bevölkerung vor Naturgefahren einzusetzen. Zudem werden die Bundesstellen im Ereignisfall enger miteinander vernetzt. Insbesondere die Warnung vor Hochwasser soll deutlich verstärkt werden.
Die grossen Stauanlagen der Schweiz sind sicher. Dafür sorgen hohe gesetzliche Anforderungen und die kompetente Sicherheitsaufsicht durch den Bund. Dies bestätigt eine vom UVEK in Auftrag gegebene Studie. Durch die zunehmende Zahl von Neu- und Umbauten von Stauanlagen und die Alterung der teils 60-jährigen Talsperren wird die Sicherheitsaufsicht jedoch laufend anspruchsvoller und aufwändiger. Die zuständige Aufsichtsbehörde beim Bundesamt für Energie muss deshalb nach Einschätzung der Experten dringend personell verstärkt werden (von heute 7 auf bis zu 13 Fachleute). Der Bundesrat hat heute vom zusätzlichen Personalbedarf Kenntnis genommen. Er wird darüber im Rahmen der Gesamtbeurteilung der Ressourcen im Personalbereich entscheiden.
Nach dem erfolgreichen Wanderbuch "Zu Fuss die Schweiz erleben" kommt die Neuerscheinung "Zu Fuss an Seen und Flüssen" ein Wanderbuch der Coopzeitung. Wie coop berichtet, wird jede der 45 Routenbeschreibungen von einem detaillierten Streckenprofil ergänzt: Neben Distanz- und Zeitangaben informiert es über Steigungen, Ortschaften, Gasthäuser, Sehenswürdigkeiten, Vegetation und Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel.
«Vorbeugen ist besser als heilen» sagt der Volksmund. Das gilt besonders bei gefährlichen Naturereignissen. Das Schweizer Portal www.ch.ch/gefahren bietet neu Hinweise, wie sich die Risiken bei Hochwassern, Stürmen, Waldbränden und weiteren Ereignissen reduzieren lassen. Die Inhalte wurden letztes Jahr zusammen mit den zuständigen Ämtern und Fachstellen des Bundes erarbeitet und Anfang 2010 aufgeschaltet. Zu Naturgefahren wie Erdbeben, Hochwasser, Rutschung, Waldbrand, Sturm, Gewitter und Hagel, aber auch zu anderen Gefahren wie Brand, Einbruch, Diebstahl und Unfall finden sich Erklärungen, Hinweise und Checklisten für vorbeugende Schutzmassnahmen.
Das Label des Marine Stewardship Councils (MSC) gibt es seit zehn Jahren. In einer Jubiläumsbroschüre werden ausgewählte Fischereibetriebe vorgestellt. Mit dem MSC-Label kennzeichnet die Organisation nach eigenen Angaben Betriebe, die auf den Schutz der Bestände achten, deren Fischfang minimale Auswirkungen auf das Ökosystem hat und die auf ein effektives und verantwortungsvolles Management in der Fischerei setzen.
In Flusstälern Südeuropas und entlang der Mittelmeerküste könnten Hitzewellen in diesem Jahrhundert besonders stark das Gesundheitsrisiko erhöhen. Dies zeigt eine Studie zweier ETH-Wissenschaftler.
Wie lässt sich Energie sinnvoll und zielführend sparen? Dieser Frage geht das wbk Institut für Produktionstechnik mit dem Projekt powerFLUID auf den Grund. Die Ingenieure dort entwickelten eine Methode, um die gesamte Energie für die Benutzung elektronisch gesteuerter Wasserhähne einzusparen: Die Energie wird direkt über das verwendete Wasser gewonnen.
140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee und 10 Liter für ein DIN-A4-Blatt – wir verbrauchen mehr Wasser, als wir glauben. Denn die Produktion vieler Konsumgüter verschlingt Unmengen von Wasser, ohne dass wir einmal den Wasserhahn aufdrehen.
Die Alpen und ihre Bewohner und Bewohnerinnen sind stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen als andere Regionen. An einem Workshop im Rahmen des Interreg-Programms "Alpenraum" diskutierten Fachleute während zwei Tagen in Interlaken, wie die alpine Bevölkerung den Folgen des Klimawandels begegnen kann. In den Expertenrunden zeigte sich dann, dass im Klimaschutz trotz der bereits ergriffenen Massnahmen noch grosser Handlungsbedarf besteht. In verschiedenen Diskussionsrunden über Transport, Biodiversität, Wirtschaft, Tourismus, Naturgefahren, Wasser und Energie tauschten sich die Teilnehmer aus, wurden Handlungsfelder definiert sowie Lösungsstrategien entwickelt. In seiner Schlusszusammenfassung rief Thomas Egger die Anwesenden dazu auf, die Herausforderungen in Möglichkeiten zu verwandeln. Denn viel über die anstehenden Herausforderungen sei bekannt und Reaktionen, beispielsweise im Energiesektor, seien bereits zu sehen, so Egger. "Die wichtigste Lücke besteht darin, den Klimawandel den Leuten näherzubringen", stellte der SAB-Direktor abschliessend fest.
Die Studie wurde vom Bundesamt für Energie in Zusammenarbeit mit dem Verband Seilbahnen Schweiz (SBS) in Auftrag gegeben. Die Studie nimmt die technische Beschneiung im Allgemeinen und die konkrete Situation in der Schweiz unter die Lupe. Sie zeigt ferner Massnahmen auf, mit welchen die bestehenden Beschneiungssysteme energieeffizienter ausgestaltet werden können. Ebenso stellt die Studie Empfehlungen für die Beschaffung neuer Systeme aber auch für die Aus- und Weiterbildung zusammen.
Nachdem im Berner Oberland Kaviar produziert wird, wird nun das Wasser aus dem Lötschbergtunnel auch auf der Walliser Seite für eine Fischzucht genutzt. In Raron wurde heute die Eglizucht Valperca eröffnet. Das 19 Grad warme und besonders reine Wasser aus Quellen im Innern des Lötschbergs eigne sich besonders gut für die Zucht von Egli, führten die Besitzer, die Basler Brüder François und Pierre Landolt, aus. Sie wollen auf ihrer Fischfarm jährlich 300 Tonnen Egli für den Schweizer Markt züchten.
Mediterranes Klima in Schweizer Städten und wegen unerträglicher Hitze in die Alpen geflüchtete Südländer: Eine von Schweiz Tourismus bestellte Studie zum Sommertourismus sieht den Klimawandel als Chance.
Der Regierungsrat des Kantons Bern will kleinere Wasserkraftwerke finanziell entlasten, die Konzessionsverfahren vereinfachen und die Modernisierung der Anlagen erleichtern. Eine entsprechende Vorlage ist in der Vernehmlassung insgesamt auf Zustimmung gestossen. Der Grosse Rat wird sie in der Septembersession 2010 beraten.
Der 31-jährige Bergbauer Curdin Capeder hält Kühe, Ziegen und 23'000 Fische. Als zusätzliche Einnahmequelle hat er vor zwei Jahren mit der Zucht von «Namaycush», Kanadischen Seeforellen begonnen. Die Nachfrage nach frischem Alpen-Fisch ist gross, dennoch möchte Capender nicht auf das Bauern verzichten.
Dix communes de la rive droite du Rhône participent au projet Aqua Montana qui déterminera les forces et les faiblesses de la gestion hydrique. Quatre ans d’étude pour une radiographie en profondeur.
Die Schweizerische Gesellschaft für Quartärforschung CH-QUAT hat unter Mitarbeit von einem Dutzend von Quartärwissenschaftlern aus dem alpinen Raum gemeinsam mit Prof. Christian Schlüchter vom Institut für Geologie der Universität Bern die kartographischen Erhebungen für die Karte «Die Schweiz während des letzteiszeitlichen Maximums (LGM), 1:500'000» erarbeitet bzw. die wissenschaftliche Koordination der Arbeiten übernommen. Mit ihr werden die aktuellsten Resultate der hiesigen Eiszeitforschung kartografisch hochwertig visualisiert. Die Rekonstruktion der Ausdehnung der Gletscher lässt Schlussfolgerungen über die atmosphärische Zirkulation während des Höhepunkts der letzten Eiszeit zu. Die Karte leistet somit auch einen wesentlichen Beitrag zur Diskussion über klimagesteuerte Umweltveränderungen in der jüngsten erdgeschichtlichen Vergangenheit.
Das von der Landesgeologie initiierte Projekt GeoCover bezweckt die Erstellung eines geologischen Vektordatensatzes über die gesamte Schweiz bis 2012. Geologische Vektordaten sind für ein effizientes Ressourcenmanagement unverzichtbar, etwa für die Tiefenplanung oder auf dem Gebiet der Umwelt- und Naturgefahren.
Der Watt d'Or feiert ein kleines Jubiläum: Am 6. Januar 2011 wird die Auszeichnung des Bundesamt für Energie bereits zum fünften Mal verliehen! Gesucht werden überraschende, innovative und zukunftsweisende Initiativen, Technologien, Produkte, Geräte, Anlagen, Dienstleistungen, Strategien oder Gebäude. Kurz: Gesucht werden Bestleistungen im Energiebereich! Vorschläge können bis Ende Juli 2010 eingereicht werden.
Rund zwei Drittel der Gefahrenkarten der Schweiz sind erstellt. Das zeigt die neueste Erhebung des Bundesamts für Umwelt BAFU. Um die vom Bund gesetzte Frist bis Ende 2011 für die Erarbeitung der Gefahrenkarten einhalten zu können, müssen die Kantone noch grosse Anstrengungen machen.
2012 findet in Brasilien die vierte UNO-Umwelt-Konferenz seit 1972 statt. Unter dem Titel "Nachhaltige Entwicklung" wird die Staatengemeinschaft über die drängenden Probleme im Bereich Umwelt, Ressourcen und Klima diskutieren. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. April 2010 beschlossen, dass die Schweiz an der Konferenz teilnehmen wird. Die Vorbereitungen zur Konferenz werden koordiniert durch das Bundesamt für Umwelt BAFU.
Das Bundesamt für Metrologie (METAS) soll mehr Selbstständigkeit erhalten, um seine Aufgaben effizienter erfüllen zu können. Der Bundesrat hat am Mittwoch die erforderliche Gesetzesrevision in die Vernehmlassung geschickt. Er setzt damit seinen Bericht zur Auslagerung und Steuerung von Bundesaufgaben (Corporate-Governance-Bericht) im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) um.
Nach dem Bereich der Informationstechnologie (TechnoArk in Siders und IdeArk in Martinach) und der Biotechnologie (BioArk in Monthey) öffnet nun BlueArk in Visp seine Tore. Dieser Technologiestandort ist den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gewidmet. BlueArk, der mit der HES-SO Wallis, dem CREM (Cetre de recherches énergétiques et municipales) und durch Partnerschaften mit grossen nationalen Instituten über ein umfangreiches Kompetenznetz verfügt, erzeugt im Wallis eine Dynamik zwischen Start-up-Unternehmen, KMU und Forschungsinstituten in diesem Bereich. Mit seiner gezielten Unterstützung von Forschungsaktivitäten und der Stärkung der Interaktivität zwischen Start-ups, KMU und Forschungsinstituten versteht sich BlueArk als wichtige Plattform zur Stärkung der energierelevanten wirtschaftlichen Enwicklung.
Die Energieforschung in der Schweiz soll den künftigen Trends im Energiesektor angepasst werden. Das von der Eidgenössischen Energieforschungskommission (CORE) ausgearbeitete Energieforschungskonzept des Bundes 2013–2016 fokussiert deshalb auf die vier strategischen Schwerpunkte „Wohnen und Arbeiten der Zukunft“, „Mobilität der Zukunft“, „Energiesysteme der Zukunft“ und „Prozesse der Zukunft“.
Die Spendenkommission «Unwettergeschädigte Nidwalden» hat 261 Spendengesuche behandelt und rund 3.2 Mio. Franken Spendengelder verteilt. Mit der Kenntnisnahme des Schlussberichtes dankt der Regierungsrat der unabhängigen Kommission für die grosse und effizient geleistete Arbeit zugunsten der Nidwaldner Bevölkerung.
The European Environment Agency (EEA) has released its Signals 2010 report. The report provides eyewitness accounts of water, soil and air issues around the world which all indicate serious problems with the water cycle.
Wasser ein Element, das immer mehr ins Zentrum des allgemeinen Interesses rückt. Auch durch die Klimaveränderungen drängt es in den Vordergund. Wie wird Wasser eingesetzt, verbraucht, angeschaut? Unter Mitwirkung von Dr. Diana Soldo, Geschäftsführerin des Netzwerks Wasser im Berggebiet, diskutierten Experten am ersten Churer VVissenschaftscafe dieses Jahres, ob infolge des Klimawandels das Wasser in Graubünden knapp wird.
weiter zum Artikel "Klima- sind Wasserprobleme", Die Südostschweiz
weiter zum Artikel "Was Wasser alles sein kann", Bündner Tagblatt
Global betrachtet ist die Landwirtschaft der größte Wasserverbraucher. Etwa zwei Drittel allen entnommenen Wassers wird für die Bewässerung von Kulturpflanzen verwendet. Süßwasser ist jedoch knapp und teuer, und allein von daher wäre es wünschenswert, im Ackerbau Pflanzen zu haben, die möglichst wenig Wasser benötigen. Seit Jahren beschäftigen sich deshalb Botaniker in der Grundlagenforschung und Experten in der Industrieforschung mit dem Thema Trockentoleranz. Sie wollen herausfinden, mit welchen Tricks manche Pflanzen sogar längere Dürreperioden gut überstehen, während andere sofort verwelken und zugrunde gehen. Diese Tricks ließen sich dann vielleicht auf Raps, Mais, Weizen und andere wichtige Nutzpflanzen übertragen.
Im Winter 2008/2009 hat es in der Schweiz teilweise intensiv geschneit. Der überdurchschnittlich warme Sommer 2009 hat die Schneemassen gleich wieder weggeschmolzen und auch die Eisvolumen reduziert. Damit hält der Trend zum Volumenverlust der Schweizer Gletscher weiter an. Im Permafrostbereich setzt sich die Erwärmung fort. Das berichtet die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz.
Die Vernehmlassungsvorlage zur Änderung des Reussdeltagesetzes sieht vor, die Spezialfinanzierung künftig aus allgemeinen Mitteln des Kantonshaushalts zu speisen. Die erforderlichen Zuwendungen an die Spezialfinanzierung werden vom Landrat jährlich im Rahmen des Kantonsvoranschlags oder als mehrjährige Verpflichtungskredite beschlossen. Die Übergangsbestimmung schreibt vor, dass die im Reussdeltafonds zweckgebundenen Mittel mit dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung (1. Januar 2011) der neuen Spezialfinanzierung zuzuführen sind. Die Vernehmlassung dauert bis 30. April 2010.
Für zahlreiche Berggemeinden stellen die Wasserzinsen eine Garantie fürs Überleben dar. Deren Erhöhung im kommenden Jahr ist entsprechend willkommen – auch im Unterengadin, wo sie zum Kauf des Schlosses Tarasp beitragen könnten.
Der Kanton Bern will eine Anschluss-Pflicht für Quellen einführen. So sieht es die Wasser-Strategie vor. Die Gebühren für das Wasser sollen so gesenkt werden. Nur: Der Widerstand bei den privaten Quell-Besitzern ist gross. Sie befürchten, dass sie dafür die Zeche zahlen müssen, weil sie dann für ihr Wasser Gebühren entrichten müssten wie alle andern auch.
Mit der Erhöhung der Abflusskapazität soll die Hochwassersicherheit am Alpenrhein auf dem rund 25 Kilometer langen Abschnitt Illmündung bis Bodensee verbessert werden. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) schreibt die Planungsarbeiten für dieses Grossprojekt aus. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) ist für die Umsetzung des dritten Staatsvertrags von 1954 zuständig, der zwischen der Schweiz und Österreich abgeschlossen wurde. Dazu gehört der Ausbau und die Sicherstellung des Abflussvermögens zwischen der Illmündung und dem Bodensee auf 3100 m3/s.
Die Glarner Regierung will sich mit 15 Prozent oder maximal 1,5 Millionen Franken am geplanten Kraftwerk Föhnen-Doppelpower der SN Energie AG beteiligen. Der Kanton könne so mitbestimmen über die Verwendung seiner grössten natürlichen Ressource, dem Wasser. Das Projekt will das Triebwasser der bestehenden Kraftwerkstufen Sernf und Niederenbach in einer neuen Zentrale im Gebiet Ennetlinth/Mitlödi ein zweites Mal nutzen. Dazu soll das Wasser von der bestehenden Zentrale Herren durch einen neuen Stollen unter dem Bergsturzkegel von Sool geleitet werden. Das Projekt soll von der Gesellschaft Kraftwerk Doppelpower AG umgesetzt werden, die noch diesen Monat gegründet wird.
Die Kantone Tessin, Graubünden, Uri und Wallis wollen das Projekt einer Landesausstellung im Gotthard-Raum vorantreiben. Zu diesem Zweck haben sie eine 200'000 Franken teure Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse sollen bis Mitte Juli vorliegen. Das Konzept sieht die Schaffung von vier thematischen Eingangstoren zum Gotthard-Raum vor. Diese sollen in Bellinzona, Luzern, Brig und Chur zu stehen kommen.
Gegenstand des Gutachtens ist die aktive Umweltinformation durch Behörden, insbesondere im Bereich der Umweltbeobachtung. Artikel 6 USG stellt hierfür grundsätzlich eine genügende rechtliche Grundlage dar. Bei Geoinformation, meteorologischen Informationen und statistischen Daten muss zusätzlich die Fachgesetzgebung beachtet werden.
Gesamtübersicht über die laufende und geplante Rechtsetzung des BAFU 2010 bis 2015 (Stand 1.3.2010).
Die Espoo-Konvention verpflichtet die Mitgliedstaaten, bei Projekten mit voraussichtlich erheblichen grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen, die betroffenen Nachbarländer zu konsultieren. Die Konvention ist für die Schweiz seit 1997 in Kraft. Die Länder, die der Konvention beigetreten sind, haben nun beschlossen, die Pflicht zur Konsultation der Nachbarländer auf weitere Vorhaben auszudehnen. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat diese Änderungen in der Konvention in die Anhörung geschickt.
Hundert Vertreter der OECD-Mitgliedstaaten trafen sich in Leysin, um die Umweltwirkungen der Agrarpolitiken zu evaluieren und die künftigen Bedürfnisse in diesem Bereich zu identifizieren.
Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo bringt eine neue geologische Karte der Serie GeoKarten 500 heraus: "Die Schweiz während des letzteiszeitlichen Maximums". Die Karte im Massstab 1: 500 000 resultiert aus einer Zusammenarbeit zwischen Eiszeitforschern und swisstopo und zeigt die Schweiz während der letzten Vereisung vor rund 24'000 Jahren.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. März 2010 das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) beauftragt, eine Wachstumsstrategie für den Tourismus-Standort Schweiz zu erarbeiten. Im Weiteren wird das EVD beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage zur Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus (Innotour) vorzulegen.
Im Wasserschloss Schweiz ist der Energieverbrauch beim Warmwasser ein zentrales Umweltthema. EnergieSchweiz, Sanitärhersteller und Handel engagieren sich seit 10 Jahren mit dem Energy-Label für Warmwasser sparende Sanitärprodukte. Mit Erfolg: Der Marktanteil der Produkte konnte von 2 % auf über 45 % gesteigert werden.
Vor zwei Jahren hat das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz das neue Vorhersagemodell COSMO-2 in Betrieb genommen. Inzwischen profitieren nicht nur die Wetterdienste, sondern auch Partner und Kunden von den neuen Modellvorhersagen. Die Abteilung Hydrologie des BAFU und das Ingenieurbüro e-dric.ch verwenden diese als Eingangsdaten für ihre hydrologischen Modelle, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI für Ausbreitungsrechnungen bei einem Störfall in einer Kernanlage. Skyguide und Rega nutzen die Informationen für ihre Flugplanung. Auf den Internetplattformen meteo.search.ch und www.landi.ch stehen die COSMO-2-Vorhersagen zudem für die Öffentlichkeit zu Verfügung.
Mit einem Nachtrag zu den Ausführungsbestimmungen über die Fischerei im Eugenisee in Engelberg hat der Regierungsrat bestimmt, dass eine Person nur noch ein Patent pro Tag lösen darf. Dadurch sollen die Intensität der Befischung und die Belastung des Seeufers vermindert werden.
Zielkonflikte im Umgang mit der Ressource Wasser und Wege zu einvernehmlichen Lösungen: Dieses Thema stand im Mittelpunkt des diesjährigen Wassertages in Bern. Rund 370 Fachleute diskutierten anhand von Beispielen aus verschiedenen Politikbereichen die Möglichkeiten des Konfliktmanagements im Bereich Wasser.
Pusch hat einen einfach einsetzbaren, spielerischen Parcours für Gemeinden und Schulen entwickelt, der das Grundwissen über den vom Menschen beeinflussten Wasserkreislauf vermittelt, über die Notwendigkeit zum sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser informiert und Erwachsenen und Kindern aufzeigt, was sie selbst dafür tun können.
Mit dem Projekt BioFresh wollen Wissenschaftler aus 19 internationalen Institutionen eine Plattform zur aquatischen Biodiversität herstellen. Darunter sind auch Forscher der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz EAWAG. Wie das Portal Naturschutz.ch schreibt, soll durch die Bündelung der Informationsvielfalt Abhilfe bei der Lösung der Probleme bei der Veränderung der Süsswasserorganismen geschaffen werden.
Das soeben erschienene Hydrographische Bulletin 2009 gibt Auskunft über die Niederschläge und Wasserstände im vergangenen Jahr.
Das Faltblatt zeigt auf, welche Auswirkungen der globale Klimawandel auf die Naturgefahren im Kanton Bern hat. Heisse und trockene Sommer, schneearme Winter, intensive Regenfälle, heftige Stürme - was wir heutzutage als aussergewöhnliche Witterungen erleben, das könnte alsbald zur Regel werden. Die Fachleute gehen davon aus, dass Hochwasser, Lawinen und Erdrutsche in Zukunft häufiger als bisher auftreten werden. Insbesondere Extremereignisse dürften noch zunehmen. Zur Abwehr dieser Gefahren setzt der Kanton Bern auf ein integrales Risikomanagement, an dem Kanton und Gemeinden gleichermassen beteiligt sind. Das Faltblatt wurde von der kantonalen Arbeitsgruppe Naturgefahren in Zusammenarbeit mit der Universität Bern erarbeitet.
Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) hat mit Bekanntmachung per 2. Februar 2010 die Volksinitiative "Lebendiges Wasser" bedingt zurückgezogen. Dies geschah zu Gunsten des von den Räten am 11. Dezember 2009 angenommenen indirekten Gegenvorschlags "Schutz und Nutzung der Gewässer". Dieser fördert die Revitalisierungen der Gewässer und reduziert die negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung stark.
Im Kanton Glarus soll ein Energiefonds geschaffen werden. Das Parlament, der Landrat, stimmte heute der Errichtung eines solchen Fonds sowie einem Fonds für Gewässer-Renaturierung zu. Die beiden Fonds sollen mit total zehn Millionen Franken gespiesen werden. Der Energiefonds soll Vorhaben zur rationellen Energieanwendung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz fördern. Fondsgelder sollen insbesondere auch für Gebäudesanierungen eingesetzt werden können.
Errichtet werden soll überdies ein Fonds für die Renaturierung von Gewässern. Unterstützt würden Ausdolungen von Bächen, naturnahe bauliche Massnahmen an Gewässern, die Aufwertung von Auenwäldern, das Wiederherstellen von Fischwanderungen oder die Schaffung von Laichplätzen.
Auf dem Dach der Mannheimer Traktorenfabrik John Deere sorgen Lilien, Schilf und Binsen für klares Wasser. Hartmut Bauer, der Entwickler der in Deutschland einzigartigen Anlage, ist überzeugt: In Zeiten, in denen Trinkwasser knapp wird, ist seine Erfindung die rettende Idee – weil sie die kostbare Ressource schont.
Die Belastung von Fischen aus Schweizer Gewässern mit polychlorierten Biphenylen (PCB) ist gesamthaft betrachtet nicht übermässig hoch. Allerdings wurden in einzelnen Flüssen wie zum Beispiel in der Birs und in der Saane stellenweise hohe PCB-Konzentrationen in Fischen gemessen. Um diese bedeutenden punktuellen Belastungen zu verringern, müssen die PCB-Quellen identifiziert und saniert werden, hält das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in seinem Bericht über die Verschmutzung der Schweizer Gewässer mit PCB fest.
Das wachsende Bewusstsein um die Endlichkeit der nicht erneuerbaren, nicht substituierbaren Ressource Phosphor hat staatliche und private Institutionen veranlasst, Phosphor aus dem Abwasser wieder als Rohstoff nutzbar zu machen. Unter den weltweit 30 Verfahrensentwicklungen zur Phosphorrückgewinnung haben einige das Potenzial, unter marktwirtschaftlichen Bedingungen langfristig zu bestehen. Die Studie stellt Informationen zu diesen Verfahren zur Verfügung, macht aber keine Bewertung der Verfahren.
Dieser Bericht gibt eine Übersicht über die Belastung von Fischen aus Schweizer Gewässern mit polychlorierten Biphenylen (PCB) und Dioxinen. Es wurden mehr als 1300 Datensätze der letzten 20 Jahre einbezogen. Für die meisten Fischarten und Gewässer liegen die gemessenen PCB-Gehalte im Bereich der Hintergrundbelastung oder leicht darüber. Deutliche Überschreitungen der im Lebensmittelrecht festgelegten Höchstkonzentration für dioxinähnliche PCB und Dioxine wurden in Fischen aus der Birs, der Saane, dem Hochrhein sowie in fettreichen Agonen aus dem Langensee beobachtet. Die Ursachen für die hohen Belastungen sind bisher nur teilweise aufgeklärt.
Auch im laufenden Jahr sind die Klimaveränderung und die Suche nach einer Lösung dieses Problems die dominierenden Themen der Umwelt- und Ressourcenpolitik der Schweiz. Zweiter Schwerpunkt ist die Biodiversität. Die UNO hat 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufen.
Um die sichere Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu garantieren, ist die Schweizer Landwirtschaft auf gut bewirtschaftbare Ackerflächen angewiesen. Für deren Schutz sind der Unterhalt und die Erneuerung der landwirtschaftlichen Drainagen von zentraler Bedeutung. Dies ergab eine Umfrage, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) jüngst bei den zuständigen kantonalen Stellen durchgeführt hat.
Der Bericht illustriert anhand von Beispielen die unterschiedlichen Anwendungsbereiche von Wasserstoff- und Sauerstoffisotopenmethoden im Zusammenhang mit dem Grundwasser (Nutzung und Bewirtschaftung von Grundwasservorkommen, Thermalwässer, Bodenhydrologie, Wechselbeziehungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser, kontaminierte Wässer, Untergrundarbeiten sowie Massenbewegungen).
In den Schweizer Bergen ist es in den letzten Jahren häufiger zu Hochwassern gekommen. Und es wir noch schlimmer: Jahrhundertfluten drohen uns fünfmal häufiger. Das zeigt eine eine neu Studie.
Ein internationales Forschungsteam hat einen Photokatalysator entwickelt, der Wasser nicht nur mit UV-, sondern auch mit sichtbarem Licht desinfizieren kann. Und er arbeitet sogar weiter, wenn das Licht verloschen ist.
Werden Weizenpflanzen in Trockengebieten klassisch bewässert, so erzielen die Landwirte mit einem Kubikmeter Wasser einen Ertrag von einem Kilogramm Weizenkörnern. Stellen die Bauern aber auf ein gezieltes Begießen des Getreides um, so steigert sich die Ernte auf 2,5 Kilogramm. Dieses Ergebniss erzielte jetzt ein Forscherteam im Nahen Osten. Gleichzeitig konnte in Feldversuchen in Jordanien und Syrien der Abfluss von Regenwasser minimiert werden, wodurch sich die verfügbare Wassermenge um 50 Prozent erhöhte. Die Agrartechnik soll die Auswirkungen der im Gefolge des Klimawandels zunehmenden Wasserknappheit abfedern.
Weil Regen das Mobilfunknetz stört, können Eawag-Forscher aufgrund von Daten des Telekomunternehmens Orange Regenfälle messen. Die neue Methode ist räumlich deutlich exakter als die traditionelle Regenmessung mit einzelnen Regensammlern. Kombiniert mit intelligenten Steuerungen im Kanalisationssystem soll sie künftig den Gewässerschutz in Siedlungsgebieten verbessern.
Für die Bewältigung des Geschiebes, das vom Unteren Grindelwaldgletscher in die Lütschine eingetragen wird, soll ein Konzept entwickelt werden. Für die Projektarbeiten hat der Regierungsrat einen Beitrag von 145'000 Franken aus dem Rahmenkredit "Kantonsbeiträge Grindelwaldgletscher" bewilligt. An den Gesamtkosten von 500'000 Franken beteiligen sich auch der Bund und die Gemeinde Grindelwald. Mit dem Abflussstollen, der im Frühling fertig gestellt sein wird, ist die Hochwassergefahr für Grindelwald und die darunter liegenden Gemeinden aus heutiger Sicht gebannt. Wegen des fortlaufenden Abschmelzens des Unteren Grindelwaldgletschers ist in den nächsten Jahren jedoch mit einer ausserordentlichen Menge an Geschiebe zu rechnen. Um dieses Problem zu lösen, sind wasserbauliche Massnahmen nötig.
Aus der geplanten gemeinsamen touristischen Vermarktung der Region San Gottardo wird vorläufig nichts. Lediglich im Urserntal schliessen sich die Verkehrsvereine zusammen. In Graubünden, im Tessin und im Wallis will man vorerst abwarten.
Seit etwas mehr als einem Jahr kann jeder, der das will, «Gotti» oder «Götti» einer der 360 Biegungen und Wendungen auf der Strecke durchs Schanfigg werden, sofern er 2500 bis 5000 Franken entbehren kann. Soviel kostet es nämlich, bei Arosa Tourismus die Patenschaft für eine Kurve zu übernehmen. Bislang sind 60 der 360 Kurven zwischen Chur und Arosa vergeben. Acht Mal wurde die teurere Variante für 5000 Franken gewünscht. Das eingenommene Geld reinvestiert Arosa Tourismus in nachhaltige Projekte. «Damit befinden wir uns auf Kurs», erklärt Tourismusdirektor Pascal Jenny. Arosa Tourismus hatte sich im Dezember 2008 zum Start der Aktion «kurvensicher.ch» zum Ziel gesetzt, die 360 Patenschaften innerhalb der nächsten fünf Jahre zu vergeben. Lässt sich für jede Kurve ein Pate finden, wird der «Ökotopf» am Ende rund eine Million Franken schwer sein.
Der Klimawandel betrifft die Bergregionen besonders stark. Steigende Temperaturen verheissen der Berglandwirtschaft mittelfristig Chancen, bringen aber zunehmend auch Risiken. Diesen muss durch eine sorgfältige Anpassung der Bewirtschaftung begegnet werden. Längerfristig überwiegen die Gefahren, welche durch häufiger werdende extreme Witterung entstehen.
Schweiz Tourismus (ST) und die Schweizer Berghilfe haben vor einem Jahr vier Pilotdestinationen für naturnahen Tourismus in Berggebieten bestimmt. Seither ist einiges in Bewegung geraten. «Wir haben Gästeumfragen und Stärke-Schwächen-Analysen gemacht », erläutert Daniela Bär, Leiterin Medien bei ST. Ab Mitte Februar gehe es an die Umsetzung der Massnahmenpläne. Die Projektleiter vor Ort lassen sich schon etwas detaillierter in die Karten blicken. So möchte das Safiental (GR) den ersten Solar-Skilift der Schweiz realisieren.
Das Klima ändert sich. Die Berggebiete sind davon in besonderem Ausmass betroffen. Die Frage sollte nicht mehr lauten, um wie viele Zehntelgrade das Klima wärmer wird. Die Frage muss vielmehr lauten: Wie reagieren wir darauf? Bei den Anpassungsstrategien finden sich oft kurzfristige Massnahmen wie das Abdecken von ein paar wenigen Metern Gletscher mit einer Folie. Doch längerfristige Anpassungsstrategien fehlen weitgehend. Hier besteht grosser Handlungsbedarf.
Das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) hat die Ursache der Sprengstoffrückstände im Bielersee gefunden. Sie stammen aus dem Abwasser von Betrieben im Raum Thun. Die Konzentrationen sind aber derart gering, dass nie eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand hat. Vorsorglich hat der Kanton Massnahmen angeordnet, die sich bereits positiv ausgewirkt haben.
Die Nationale Alarmzentrale verzeichnete 2009 fast ein Drittel mehr Meldungseingänge als 2008. Dies liegt vor allem daran, dass die Warnungen vor Naturgefahren ausgebaut wurden. Das grösste Ereignis für die NAZ im Jahr 2009 war eine Übung: Die 13-stündige Gesamtnotfallübung MEDEA.
Mit einer neuen Strategie will der Kanton Bern die wertvolle Ressource Wasser schützen und nachhaltig nutzen. Für den Ausbau der Wasserkraft sind rund 570 Kilometer der 12'600 Kilometer Fliessgewässer im Kanton geeignet. Auf weiteren 770 Kilometern ist der Bau von neuen Kraftwerken nur mit Einschränkungen möglich. Nicht genutzt werden können rund 440 Kilometer Bäche und Flüsse.
In der Januar-Ausgabe von energeia, Bundesamt für Energie (BFE), zieht der Direktor Walter Steinmann Bilanz über ein energiegeladenes Jahr 2009. Bei den erneuerbaren Energien stand die Umsetzung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für grünen Strom im Zentrum. Das System ist jedoch blockiert. Walter Steinmann meint dazu: „Das Parlament hat das Heft in die Hand genommen und wird versuchen, Druck abzubauen und die Warteschlange zu reduzieren. Eine Deblockierung des KEV-Systems ist wichtig." Er umreisst zudem wichtige Geschäfte im 2010.
Die Gefahr einer dramatischen Zunahme von Hunger wächst stetig. Als Antwort darauf hat das Humboldt Forum für Ernährung und Landwirtschaft (HFFA) die «Berliner Deklaration zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft» verabschiedet. Das HFFA ist ein Zusammenschluss von international führenden Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Die «Berliner Deklaration» wurde an einer internationalen Medienkonferenz in Berlin in englischer Sprache vorgestellt. Nebst der Deklaration wurden eine Reihe von Daten und Forschungsresultaten präsentiert.
Der Zustand der Gewässerstruktur ist in 24 Kantonen mit einer einheitlichen Methode erhoben worden. Schweizweit weisen 78% der Fliessgewässer (ohne sehr grosse Flüsse) einen guten ökomorphologischen Zustand auf. 42% der Fliessstrecken verfügen nicht über einen ausreichenden Gewässerraum. Ein ökomorphologischer Revitalisierungsbedarf wird für rund 10'800 Gewässerkilometer und rund 50'000 künstliche Hindernisse ausgewiesen. Die landesweite Verwendung einer einheitlichen Methodehat sich bewährt.
Vor rund 100 Jahren wurde in China die erste Wasserstation errichtet - und zwar mit Hilfe deutscher Experten. Doch als das erste Wasser aus der Leitung kam, reagierten die Chinesen mit Angst. In Peking erinnert ein Museum an die Anfänge der Trinkwasserversorgung in China.
Hochwasser lassen sich heute dank verbesserter Meteo- und Abflussvorhersagen früher erkennen. Die mit Vorhersagen verbundenen Unsicherheiten sind aber nach wie vor beträchtlich. Vorhersagen sind deshalb durch die sie herausgebenden Fachstellen zu kommentieren und müssen vor Ort unter Berücksichtigung lokaler Beobachtungen und Erfahrungen interpretiert und präzisiert werden. Die begrenzten Vorwarnzeiten bedingen eine Minimierung der Reaktionszeiten durch umfassende, aktuelle und eingeübte Notfall- und Einsatzplanungen. Das regulierte System der Jurarandseen und der unterliegenden Aare wurde im August 2007 deutlich überlastet. Der Einbezug von Zuflussvorhersagen erlaubt eine Optimierung der Hochwasserregulierung dieses Systems.
Schutz- und Nutzungsplanungen (SNPs) nach Art. 32 Bst. c des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer erlauben eine Steigerung der Stromproduktion mit Wasserkraft, wenn es dabei dank Ausgleichsmassnahmen zu keiner Verschlechterung der Gewässerökologie kommt. Die Erfahrungen aus den 11 bisher vom Bundesrat genehmigten SNPs zeigen die zentralen Beurteilungskriterien und Erfolgsfaktoren: Nachvollziehbarkeit der hydrologischen Grundlagen, ökologische Qualität der Mehrschutzmassnahmen und deren Zusätzlichkeit gegenüber anderen Gesetzesbestimmungen sowie Einhaltung der freien Fischwanderung bei der Mehrnutzung. Für die Verfahrenseffizienz sind vor allem innerkantonale Abläufe, die Verknüpfung der SNP mit der Konzession und der frühe Einbezug aller Akteure massgebend.
Zur Förderung der erneuerbaren Energien senkt der Kanton Obwalden die kantonalen Abgaben zur Wärmenutzung aus Gewässern. Ab 2010 werden für die bewilligungspflichtigen Wärmepumpen-Anlagen statt 20 Franken nur noch 8 Franken pro Kilowatt installierte Verdampferleistung und Jahr in Rechnung gestellt.
Die Konferenz von Kopenhagen machte deutlich, dass Massnahmen zum Klimawandel dringlich sind. Daneben sind aber auch Schritte zur Anpassung an die Folgen der Klimaänderung geboten. Die Zeitschrift «Forum Raumentwicklung» widmet dem Thema seine aktuelle Ausgabe.
Die Schweiz soll der Aarhus-Konvention beitreten. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 16. Dezember 2009 beschlossen. Mit dem Beitritt zur Konvention soll die Bevölkerung einen besseren Zugang zu Umweltinformationen erhalten.
Durch die Folgen des Klimawandels sind Gemeinden vermehrt Naturgefahren ausgesetzt. Um diesen Unsicherheiten zu begegnen, wurde im Rahmen des Alpine-Space-Projekts AdaptAlp ein System entwickelt, das den Gemeinden hilft, Naturgefahren bei ihrer Entwicklung schon während der Planung zu berücksichtigen, Konfliktbereiche zu erkennen und Schäden im Vorfeld zu umgehen.
Der Verein repowemap.org ermuntert Gemeinden und private AkteurInnen, etwas für den Klimaschutz zu tun, von bestehenden Erfahrungen zu profitieren oder einfach Planungsunternehmen oder Installateure in der Nähe zu finden. Der Verein sammelt auf seiner Online-Karte unter www.repowermap.org (en, fr, de) lokale Beispiele für Solaranlagen, Holzheizungen, Wärmepumpen, Wind- und Wasserkraft, andere erneuerbare Energien oder energieeffizientes Bauen.
Das seit 1917 erscheinende Hydrologische Jahrbuch wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) herausgegeben und liefert detaillierte Informationen über die Wasserstände von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser. Ferner enthält es Angaben über Abflussmengen, Wassertemperaturen sowie über physikalische und chemische Eigenschaften der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz. Die meisten Messdaten stammen von Stationen, die vom BAFU betrieben werden.
Etwa 80 Millionen Franken kostet das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie im Jahr. Der volkswirtschaftliche Nutzen übersteigt diese Kosten jedoch um ein Vielfaches. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass die Schweiz mit den Dienstleistungen der MeteoSchweiz einen volkswirtschaftlichen Mehrwert von mehreren hundert Millionen Franken erzielt.
Die Städte Basel, Genf und Zürich haben haben in Basel ihren Pavillon für die World Expo 2010 in Shanghai vorgestellt. Im Zuge des 4,6-Millionen-Projekts soll ein 360-Grad-Filmerlebnis Zusammenhänge von sauberem Wasser und Lebensqualität aufzeigen.
Die Beratende Kommission für Landwirtschaft (BEKO) befasste sich am 3. Dezember 2009 unter dem Vorsitz von Regierungsrat Christian Wanner mit den aktuellen agrarpolitischen Geschäften und nahm eine Standortbestimmung vor.
Das Aktionsprogramm EnergieSchweiz soll bis Ende 2020 weiterlaufen. Der Bundesrat hat heute grünes Licht für die Vorbereitung der nächsten zehn Programmjahre gegeben. Das Programm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien soll überarbeitet und stärker auf die aktuellen energie- und klimapolitischen Herausforderungen ausgerichtet werden. Es soll sich dabei auf die Schwerpunkte Information, Beratung, Sensibilisierung für Energiefragen sowie die Aus- und Weiterbildung konzentrieren. Zum bereits bestehenden umfangreichen Netzwerk sollen ausserdem auch neue Partnerschaften mit der Wirtschaft aufgebaut werden. Das überarbeitete Programm für die Jahre 2011 bis 2020 wird vom Bundesrat Mitte 2010 verabschiedet, so dass der Neustart von EnergieSchweiz im Januar 2011 erfolgen kann.
Die Belastung des Abwassers mit Mikroverunreinigungen soll künftig auf Bundesebene geregelt werden. Der Entwurf zur Revision der Gewässerschutzverordnung, der vom UVEK in die Anhörung geschickt wurde, sieht vor, dass die Reinigungsleistung der ARA für Mikroverunreinigungen mehr als verdoppelt werden muss. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen rund hundert ARA mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe aufgerüstet werden. Die Anhörung dauert bis am 17. Februar 2010.
Frostige Temperaturen, ein knappes Nahrungsangebot und die mühsame Fortbewegung im Schnee machen den Winter für Wildtiere anstrengend. Werden sie durch Schneeschuhläufer oder Tourenskifahrerinnen gestört und müssen flüchten, verlieren sie wertvolle Energie. Die Kampagne "Respektiere deine Grenzen" soll mithelfen, den Wildtieren mehr Ruhe zu verschaffen. Am 1. Dezember 2009 haben das Bundesamt für Umwelt BAFU und der Schweizer Alpen-Club SAC anlässlich einer Medienkonferenz in Bern die Kampagne lanciert.
Sauberes Trinkwasser ist längst zu einem strategischen Gut geworden. Der Bedarf wächst mit dem Anstieg der Weltbevölkerung. FTD.de zeigt, wie Anleger mit ETFs, Zertifikaten und Fonds auf das begehrte Nass spekulieren.
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat festgestellt, dass am Bahnstrom-Kraftwerk Etzelwerk am Sihlsee kein Heimfallrecht besteht. Das Kraftwerk geht somit nach Ablauf der von den SBB gehaltenen Konzession im Jahr 2017 nicht in das Eigentum der Kantone Zug, Schwyz und Zürich über.
Die neue Ausgabe des Magazins «umwelt» des Bundesamtes für Umwelt BAFU behandelt die internationale Umweltpolitik und das Engagement der Schweiz auf globaler Ebene. Anlässlich der im Dezember 2009 stattfindenden Klimakonferenz in Kopenhagen bildet dabei die Klimaerwärmung einen Schwerpunkt.
Energie aus dem Meer: Mithilfe von Süß- und Salzwasser soll ein Kraftwerk vor Oslos Küste künftig Strom erzeugen. Die Turbine der Anlage läuft nur mit der Energie, die aus dem Konzentrationsunterschied zwischen Süß- und Salzwasser entsteht. Befindet sich zwischen ihnen ein Filter, der nur für Wasser, nicht aber für das gelöste Salz durchlässig ist, so setzt sich das Wasser scheinbar von alleine in Bewegung: In dem natürlichen Bestreben, den Konzentrationsunterschied auf beiden Seiten zu verringern, fließt reines Wasser durch die Membran in die salzige Lösung. Der aufgebaute Druck auf der Seite des Salzwassers treibt anschließend die Turbine an. Noch kann die Anlage aber nur eine Herdplatte erhitzen.
Sowohl die Variante „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost“ (Sarnersee bis unterhalb Wichelsee) als auch die Variante „Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen West“ (Landenberg) sollen auf den gleichen Planungsstand wie das Bauprojekt „Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert“ gebracht werden. Zu diesem Schluss kommt der Regierungsrat aufgrund des Berichts über das weitere Vorgehen im Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal, der an der Kantonsratssitzung vom 3./4. Dezember 2009 diskutiert werden wird. Im Weiteren wird dem Kantonsrat beantragt, die Motion zur Ausarbeitung einer Variante „Stollen Ost“ anzunehmen und von der Antwort auf die Interpellation zum Hochwasserschutzprojekt Sarneraatal Kenntnis zu nehmen.
Diese Anleitung beinhaltet einerseits die erforderlichen Grundlagen für die Erarbeitung eines Renaturierungsoder Regenerationsprojekts in einem Hochmoor. Andererseits beschreibt sie in den Bereichen Bepflanzung nackter Torfflächen und Rückhalt von Wasser umfassend die Umsetzung technischer Massnahmen für die Renaturierung. Diese Publikation ist eine Vollzugshilfe und richtet sich an Behörden, die mit dem Schutz der Moore betraut sind, sowie an die Gebietsverantwortlichen.
Beim Vortrieb des 2007 eröffneten längsten Eisenbahntunnels Europas zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis stießen die Schweizer Bauingenieure auf ein Phänomen, mit dem sie nicht gerechnet hatten: warmes Quellwasser.Was andernorts segensreich sein mag, wurde hier zu einem echten Problem.Auf der Nordseite des fast 35 Kilometer langen Lötschberg-Basistunnels treten pro Sekunde über 100 Liter 20 Grad warmes Wasser aus dem Fels. Ungekühlt abgeleitet würde es die Bestände der einheimischen Forellen gefährden, die zum Laichen vom Thuner See in die kalten Bergbäche aufsteigen.Einer der leitenden Techniker, leidenschaftlicher Angler und mit einer Russin verheiratet, hatte die ungewöhnliche Idee: eine Störzucht verbunden mit dem Anbau tropischer Früchte und eigener Gastronomie, die an diesem Samstag in Frutigen am Fuß der Kandertaler Alpen eröffnet wird. Störe benötigen für gutes Wachstum 15 bis 20 Grad warmes Wasser.
Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz modernisiert in Zusammenarbeit mit armasuisse das Netzwerk der Wetterradare und plant eine Erweiterung in den inneralpinen Regionen. Für das Wallis kommt neu der Standort Pointe de la Plaine Morte hinzu.