Hydromechanischer Rechen






Das Wasser für die Produktion elektrischer Energie wird vielfach Fliessgewässern mittels so genannter Wasserfassungen entnommen. An den Wasserfassungen filtern verschiedene technische Installationen mitgeführtes Material vom Wasser, welches später in den Zentralen zur Stromproduktion verwendet wird. Um ein einwandfreies Funktionieren der Systemkette für die Wasserkraftnutzung zu gewährleisten, müssen die Installationen regelmässig vom gefilterten Geschiebe befreit, bzw. gespült werden. Im Zuge heftiger Gewitter oder längerer Hitzeperioden ist eine derartige Reinigung gar mehrmals täglich notwendig.

Die bestehenden Wasserfassungen wurden basierend auf den damaligen hydrologischen Verhältnissen dimensioniert. Mittlerweile haben sich diese jedoch verändert. Durch das fortschreitende Abschmelzen der alpinen Gletscher sowie häufiger auftretende Starkniederschläge führen die Fliessgewässer öfters mehr Wasser und dementsprechend mehr Geschiebe mit sich. Um Verstopfungen und Wasserverlusten zu vermeiden, müssen die Wasserfassungen in der Folge öfters gereinigt werden. Die Reinigung der Wasserfassungen ist nicht nur zeit- und kostenaufwändig; das Personal, welches die Fassungen unterhält, ist auch einem gewissen Unfallrisiko ausgesetzt, was Sicherheitsinstallationen an den Wasserfassungen notwenig macht.

Die Projektinitianten wollen sich die Kraft des Wassers zu Nutze machen und die Reinigung der Wasserfassungen mittels eines hydromechanischen Rechens automatisieren. Bewegliche Lamellen, welche durch eine Art Wasserrad angetrieben werden, sollen die zur Filterung von Grobmaterial installierten Rechen konstant frei halten, indem sie sich von unten alternierend zwischen die einzelnen Stäbe des Rechens schieben. Durch diese einfache und effektive Technologie können nicht nur Wasserverluste vermieden werden, die Projektinitianten rechnen längerfristig auch mit nicht unerheblichen finanziellen Einsparungen.

Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase. Ziel ist die Entwicklung eines ersten Prototypes, anhand dessen das Langzeitverhalten des hydromechanischen Rechens getestet werden kann. Das Vohaben wurde vom Netzwerk Wasser im Berggebiet mit dem Swiss Mountain Water Award 2009 ausgezeichnet.



Status:

in Planung

Partner:

HYDRO-Exploitation SA

Kontakt:

Pascal Rigo

HYDRO-Exploitation SA

Rue des Creusets 41

1950 Sion

pri@hydro-exploitation.ch




Zusätzliche Informationen: -




Medienberichte: -




Links:
HYDRO-Exploitation SA

Hochschule für Technik Rapperswil


 

 

 

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