Sanierung Wasserversorgung Färnigen






Modelltyp eines abgelegenen Bergdorfes
Färnigen ist der hinterste Weiler im Meiental. Er liegt unterhalb der Sustenpassstrasse am alten Sustenweg, ca.10km oberhalb Wassen, zu dem es auch politisch gehört. Der Weiler war lange schlecht zugänglich und die Einkommenssituation für die Landwirte entsprechend schlecht. Die Mehrheit der Familien ist deshalb weggezogen. Die vier verbleibenden Landwirte betreiben Schaf- und Viehzucht. Der Weiler ist ein beliebtes Reiseziel für Wanderer und Erholungssuchende, welche im Hotel/Restaurant "Edelweiss" auch eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Die Wasserversorgung von Färnigen besteht aus einer Quellfassung mit drei Quellen, die unterhalb der Sustenstrasse liegen. An die Wasserversorgung sind ca. zehn Wohnhäuser, fünf Ställe und das Hotel / Restaurant mit insgesamt zwischen 13 und 25 Personen angeschlossen. Die Wasserversorgung Färnigen ist eine selbständige Genossenschaft, die von den Anwohnern getragen wird.

Anfällige Infrastruktur
Die Quellfassungen, die Leitungen und das Reservoir sind seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand. Im Jahr 2005 hat eine Hangrutschung die Quellfassung zusätzlich beeinträchtigt. Die Quellschüttung hat in der Folge abgenommen und deckt den Bedarf im Winter nur noch knapp. Aufgrund der Schäden stehen eine Sanierung der Quellfassungen, des Reservoirs und der oberflächennahen Leitung an. Damit die kantonalen Gewässerschutzvorschriften erfüllt werden können, muss zum Schutze des Quellwassers zusätzlich eine Schutzzone um die Quellfassungen ausgeschieden werden. Aufgrund der sehr knappen Mittel konnten – abgesehen von einer Bestandesaufnahme und Abklärungen im Hinblick auf die Ausscheidung der Schutzzone – bisher keine Arbeiten ausgeführt werden.

Umfassende Sanierung notwendig
Um die Wasserversorgung langfristig zu sichern sind verschiedene Massnahmen unumgänglich. Die Quellfassungen und Zuleitungen zum Reservoir müssen erneuert werden. Gleichzeitig muss der Hang im Quellbereich oberflächlich drainiert werden, um künftige Rutschungen zu vermeiden. Das Reservoir muss zunächst in seiner Grundsubstanz renoviert werden. Ferner müssen die Armaturen erneuert werden, der Zugang muss absturzsicher umgebaut werden und sämtliche Öffnungen nach aussen müssen gegen Keime und Insekten geschützt werden. Schliesslich müssen einige Schächte renoviert und das gesamte Leitungsnetz auf undichte Stellen untersucht werden.



Status:

abgeschlossen

Partner:

Wassergenossenschaft Färnigen, Brauerei Eichhof

Kontakt:

Hedy Hodel-Zurfluh
Wassergenossenschaft Färnigen
6485 Meien
Tel: +41 41 780 34 09



 

Zusätzliche Informationen:
Engagement Wasser




Medienberichte:
23.09.08: Eine neue Wasserversorgung sichert Existenzen, Urner Wochenblatt
20.09.08: Bald sprudelt Wasser wie zuvor, Neue Urner Zeitung
27.06.07: Dringende Sanierung der Lebensader, Urner Wochenblatt
08.05.07: Wasser Engagement der Brauerei Eichhof, Spar Magazin



 

Links:
Gemeinde Wasser und Meien

Brauerei Eichhof